USA: Weltweit größter Gipfel zu Religionsfreiheit

Das US-Außenministerium veranstaltet in den kommenden Tagen den bisher größten internationalen Gipfel zur Religionsfreiheit. Bereits im Vorfeld betonte Außenminister Pompeo die Bedeutung des „fundamentalen Menschenrechts“ für den Erfolg eines Landes.

USA halten Gipfel zu Religionsfreiheit ab
Die USA als "leuchtendes Beispiel" für Religionsfreiheit? Geht es nach US-Außenminister Mike Pompeo, trifft dies zu. Das Bild zeigt einen bereits 1984 geschlossenen biblischen Themenpark in der Stadt Waterbury im Bundesstaat Connecticut. Foto: Jim Lo Scalzo (EPA)

Das US-Außenministerium wird in dieser Woche den bislang größten und am prominentesten besetzten Gipfel zur Religionsfreiheit abhalten. Das Treffen wird vom 24. bis 26. Juli in der Hauptstadt Washington stattfinden. Daran teilnehmen werden mehrere Außenminister, führende Vertreter von Religionsgemeinschaften und Vertreter der Zivilgesellschaft. Es sollen konkrete Maßnahmen diskutiert werden, wie die Verfolgung und Diskriminierung religiöser Minderheiten weltweit bekämpft werden kann.

Zusammenkunft von Regierungsvertretern und Experten

Bei dem Gipfel handelt es sich um ein sogennantes „Ministerial“. Im Fachjargon der US-Politik bezeichnet dies eine internationale Zusammenkunft von hochrangigen Regierungsvertretern und Experten. US-Außenminister Mike Pompeo erklärte gegenüber dem katholischen Fernsehsender „EWTN“, dass er darauf vorbereitet sei, auch mit Ländern zu sprechen, mit denen die USA „tiefgehende Meinungsverschiedenheiten“ habe.

„Es ist wirklich ein historisches Ereignis“, so Pompeo. Zum ersten Mal veranstalte das Außenministerium solch eine Diskussionsrunde. „Wir werden mehr als 80 Delegationen aus aller Welt empfangen, dazu ganz viele religiöse Organisationen und NGOs“, so der Außenminister.

Kritik an Pompeo im Vorfeld des Gipfels

Im Rahmen des dreitägigen Treffens werden Überlebende religiöser Verfolgung über ihre traumatischen Erfahrungen sprechen. Zudem sollen US-Regierungsvertreter einen Überblick über die Ziele politischer Maßnahmen zur Verteidigung der Religionsfreiheit geben und ausländische Delegationen neue Initiativen vorstellen. Pompeo selbst wird am 26. Juli zu den Gipfel-Teilnehmern über die Bedeutung der internationalen Religionsfreiheit sprechen.

Im Vorfeld des Gipfels war Außenminister Pompeo kritisiert worden, da er von einem Treffen „gleichgesinnter“ Länder sprach. Damit habe er jedoch lediglich ausdrücken wollen, dass die teilnehmenden Länder bereit seien, die ersten Schritte auf dem Weg in Richtung Religionsfreiheit zu gehen. Diese sei „verankert in der Verfassung“ und werde von den USA äußerst hoch geschätzt, so Pompeo.

"USA Beispiel für religiöse Toleranz und Freiheit"

„Das Außenministerium nimmt das Thema der Religionsfreiheit sehr ernst“, meinte Pompeo gegenüber EWTN. Zudem ging er auch auf die Fortschritte in Sachen Religionsfreiheit im eigenen Land ein. „Mein Glaube lehrt mich, dass Unvollkommenheit überall um uns herum ist, und das trifft auch auf die Regierung zu.“ Dennoch seien die USA ein leuchtendes Beispiel für Religionsfreiheit. „Hier in den Vereinigten Staaten machen wir uns für religiöse Toleranz und Freiheit stark, und ich denke, es ist wichtig der Welt zu zeigen, wie wichtig dieses fundamentale Menschenrecht für eine starke und erfolgreiche Nation ist.“

DT/mlu

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