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Zölle sind ein zweischneidiges Schwert

In den USA soll ein neues Audi-Werk entstehen. Ist das ein Zeichen dafür, dass Trumps Zollpolitik wirkt?
U.S. President Trump at campaign rally
Foto: Imago/Kyodo News | US-Präsident Donald Trump bei einer Wahlveranstaltung.

Für viel Aufregung sorgte der Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlveranstaltung von US-Präsident Donald Trump am vergangenen Samstag. Hat er möglicherweise Wahlkampfhilfe geleistet? Verstößt das gegen die politische Neutralität, die sich der Automobilkonzern auf die Fahnen geschrieben hat? Wie dem auch sei: Audi will rund 4,2 Milliarden Dollar in ein neues Werk investieren. Dadurch sollen ungefähr 4.500 Arbeitsplätze entstehen. Ist dies ein Zeichen dafür, dass Trumps Zollpolitik ihre gewünschte Wirkung zeigt?

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Schließlich will Trump mit hohen Importzöllen ausländische Unternehmen dazu bewegen, ihre Produktion in die Vereinigten Staaten zu verlagern. Im Fall von Audi scheint diese Rechnung aufzugehen. Allein im vergangenen Jahr kosteten die amerikanischen Zölle den Autobauer rund 1,2 Milliarden Euro. Das ist zumindest ein Anreiz für ein eigenes Audi-Werk in den Staaten.

Die Kehrseite der Zölle

Bislang wurden die Zölle von amerikanischen Importeuren bezahlt, und die Kosten zumindest teilweise an ihre Kunden weitergeben. Aber nicht nur amerikanische Freunde deutscher Autos litten unter den Zöllen. Auch Unternehmen, die auf Rohstoffe und Bauteile aus dem Ausland angewiesen sind, müssen mehr bezahlen. Dadurch steigen die Produktionskosten, was zur Folge haben kann, dass „Made in USA“ unwirtschaftlich wird.

Zwar können durch die Zölle neue Fabriken entstehen und zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Tatsächlich ist die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe in den USA seit Trumps erneutem Amtsantritt jedoch nicht gestiegen. Von einer umfassenden Reindustrialisierung kann deshalb bislang keine Rede sein.

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Trumps Zölle sind somit ein zweischneidiges Schwert. Einerseits können sie ausländische Unternehmen dazu bewegen, in den Vereinigten Staaten zu investieren. Andererseits belasten sie amerikanische Verbraucher und Unternehmen. Ob die positiven Effekte auf die amerikanische Wirtschaft am Ende die negativen überwiegen, bleibt abzuwarten.

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