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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
Archiv Inhalt „Die soziale Revolution des Poverello“

Barmherzige Banker will der Herr

Faire Kredite als Integrationshilfe: Wie die franziskanische Wirtschaftsethik öffentliche Leihhäuser und Armutsgeist vereinbart – Teil 4.
Faire Kredite als Integrationshilfe
Foto: Mika Schmidt via www.imago-images.de | Was die Franziskaner anstrebten, wird für die diese Frauen in Goma Wirklichkeit: Kleinstkredite helfen ihnen, ihre Existenz würdig zu sichern.

Die Franziskaner waren keine Vordenker im Elfenbeinturm, sondern handfeste Praktiker, soziale Innovatoren und Gründer bahnbrechender Institutionen. Ihr Armutsverständnis trug im Mittelalter zu einem positiven Blick auf die Rolle des Kaufmanns und das Unternehmertum bei und brachte konkrete Initiativen zur Armutsbekämpfung und zur Eindämmung des Wuchers hervor. Das franziskanische Verständnis der Vorteile und des Nutzens von Handel und gerechter öffentlicher Kreditvergabe fand ab dem 15. Jahrhundert eine direkte praktische Umsetzung: die Einrichtung der sogenannten Monti di Pietà („Berge der Barmherzigkeit“), die als Frühformen der Sparkassen und somit des modernen Bankenwesens verstanden werden können. Das historische ...

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