Herr Kolev, Ihr neues Buch, das im September beim Verlag Herder erscheinen wird, trägt den Titel „Wohlstand für Junge“ – sind Ihnen die Alten egal? Ganz im Gegenteil, das Buch richtet sich gerade an die Älteren. Die Jüngeren im Land haben den Eindruck, dass die Älteren den Generationenvertrag in den letzten Jahren sehr zulasten der Jüngeren verschoben haben und zeigen eine neue Bereitschaft, sich dagegen zu wehren. Ihre Bereitschaft, das Land physisch zu verlassen oder sich in die innere Emigration zurückzuziehen, ist deutlich gewachsen. Damit drohen sie für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft als tragende Säule von Innovationen sowie politischem und zivilgesellschaftlichem Engagement wegzubrechen. Das muss man ...
Reformen gegen den Exodus der Jungen
VWL-Professor Stefan Kolev wirbt angesichts des Vertrauensverlustes in das deutsche Wirtschaftsmodell für ein Umdenken. An den schwarz-roten Plänen kann er auch Positives erkennen.
