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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
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Unternehmertum als christliche Berufung

Warum hat das Ideal des tugendhaften Kaufmanns seine Wurzeln im franziskanischen Denken? – Teil 3 der Reihe „Die soziale Revolution des Poverello“.
Duns Scotus
Foto: Imago/Darchivio/opale.photox | Johannes Duns Scotus, dargestellt von seinem französischen Ordensbruder André Thevet 1504–1592.

Profit und Seelenheil müssen keine Widersprüche sein. Die Geburtsstunde des verantwortungsvollen Unternehmertums ist nicht im Jahrhundert der modernen Unternehmensführung zu verorten, sondern in der mittelalterlichen Wirtschaftsethik der Franziskaner. Eine besondere Rolle im franziskanischen Diskurs spielte der Kaufmann, der mercator, der im dreizehnten Jahrhundert aus ökonomischer Sicht eine absolute Neuheit darstellte und deshalb die Aufmerksamkeit der damaligen Kulturträger auf sich zog. Da die franziskanischen Theologen in die Debatte über die moralische Zulässigkeit bestimmter Kreditformen verwickelt waren, machten sie den Weg frei für eine wahre Blütezeit des unternehmerischen Geistes.

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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