Was kann schon Gutes aus Tyrus und Sidon kommen – zwei phönizische Küstenstädte im Norden, die in der Bibel häufig Adressaten von Gerichtsworten waren? Sidon ist außerdem besonders schlecht in die Geschichte Israels eingegangen, und zwar aufgrund der Herkunft von Isebel, der Frau des Königs Ahab. Die von dort stammende Königin stand für die Verführung des erwählten Volkes zum Baal-Kult. Keine guten Startbedingungen für die namenlose Frau aus dem Evangelium, welche ebenfalls aus der Gegend stammt und deren Bezeichnung „Kanaanäerin“ keinerlei Zweifel an ihrem Heidentum lässt. Sie hat keinen Anspruch auf die Hilfe Gottes.
Nachhilfestunde im Glauben
Vorbild heidnische Kanaanäerin: entscheidend ist ein existenziell gelebter Glaube an den Messias. Damit wird klar: Der Glaube ist die „demokratischste“ Sache der Welt.
