Impulse des „Instituts für Ehe und Familie“ für Tagespost-Leser

„Manna“ mag man eben

Gott schenkt täglich genau die Gnaden, die wir an diesem Tag brauchen.
Familien-Tipp für die Corona-Zeit
Foto: Frank Leonhardt (dpa) | Wie das Himmelsbrot den Israeliten in der Bibel (Buch Exodus), schenkt uns Gott auch täglich alle Gnaden, die wir für diesen Tag brauchen – genau für diesen Tag.

Es gibt verschiedene Typen: Bei manchen schlägt die Krise eher morgens aufs Gemüt, manche haben mittags die größten Schwierigkeiten, manche kämpfen erst abends mit der schlechten Laune, die sich bis dahin angesammelt hat. Wie ich in diesen Tagen herausgefunden habe, bin ich eher der Kategorie „Morgenverzweifler“ zuzuordnen. Als jemand, der gern die Dinge in der Hand hat, machen mir unerwartete Umstände schon in der Früh zu schaffen.

Gott gibt uns alle nötige Kraft

„Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern auf Ihn verlassen“, so Dietrich Bonhoeffer, ein lutherischer Theologe, 1945 im KZ hingerichtet. Er gibt sie uns nicht im Voraus, damit wir uns auf Ihn verlassen. Aber: Er gibt sie uns! Alle nötige Kraft. Wie das Himmelsbrot den Israeliten in der Bibel (Buch Exodus), schenkt uns Gott auch täglich alle Gnaden, die wir für diesen Tag brauchen – genau für diesen Tag.

Bitten wir um unser Manna

 

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Ermutigende Worte in Zeiten von Corona

Ein ehemaliger Arbeitskollege war sehr heikel, jegliches Essen im Ausland war ihm sehr suspekt. Deshalb hat er in seinen Koffer für jeden Urlaubstag in der Ferne drei Packungen österreichischer Manner-Schnitten eingepackt, genau abgezählt: Eine fürs Frühstück, eine für Mittag, eine für Abend. Genug für ihn, um zu leben. Zugegeben, er war relativ schlank und diese Form der Ernährung ist wenig kulinarisch und eher ungesund. Aber so ist er durch die Tage gekommen, bis er wieder in der gewohnten Umgebung war. Bitten wir um unser Manna, diesen Proteinriegel für die Seele! Gleich in der Früh: „Herr, sorge Du! Jesus, ich vertrau auf Dich.“

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Ehe und Familie (IEF) in Wien, einer Einrichtung der Österreichischen Bischofskonferenz, bietet Ihnen „Die Tagespost“ für die Dauer der Corona-Krise täglich einen Tipp für Ehen und Familien. Weitergehende Hintergründe, Informationen und Analysen finden Sie in Ihrer jeden Donnerstag erscheinenden TAGESPOST sowie auf www.ief.at

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