Endlich Sommerferien. Juhuuu! So lange freuen wir uns schon auf diese Zeit. Was habt ihr vor: Genießt ihr die Ferien zuhause? Oder genießt ihr Strand und Meer? Hoffentlich könnt ihr euch bei großartigen Unternehmungen gut erholen. Aber weißt du, wie der Sommer erst so richtig schön wird? Das passiert, wenn du die Ferien mit Jesus verbringst. Vielleicht fragst du dich, wie das geht. Hier findest du eine Challenge für jede Ferienwoche, die dir hilft, ein frohes und glückliches Herz zu bewahren. Wenn du sie in die Tat umsetzt, wird dieser Sommer besonders für dich. Bist du dabei?
Erste Woche: Der beste Start
Draußen ist es noch dunkel. Nur wenige Lichtstrahlen sind am Horizont sichtbar. Johannes liegt eingewickelt in ein paar Decken in seinem Zelt. Auch Jakobus schläft tief und fest. Und selbst, wenn sie wach wären, würden sie nicht hören, dass einer von ihnen ganz leise seine Sandalen anzieht, sich ein frisches Gewand überwirft, die Haare kurz in Ordnung bringt und aus dem Zelt schleicht. Es ist Jesus. Ganz leise geht er davon, voller Freude. Es ist ein neuer Tag. Er läuft durch die Wiesen auf den kleinen Berg. Auf der Anhöhe setzt er sich. Staunend blickt er auf die kleinen Dörfer, die Wälder und Bäche, die im aufgehenden Licht immer besser zu erkennen sind. Und er preist seinen himmlischen Papa für den neuen Tag, für die Natur und die Menschen. Die Stille ist so schön. Jesus kann in aller Ruhe beten. Er sagt Gott Vater, was er auf dem Herzen hat, was ihn bewegt, worauf er sich freut. Das gibt ihm Kraft und Freude für den ganzen Tag.
Deine Challenge: Vielleicht musst du in den Ferien nicht morgens um fünf aus den Federn kriechen. Aber starte auch du mit Jesus in den Tag, indem du ein kleines Morgengebet machst. Du kannst mit einem Vaterunser beginnen und im Anschluss Jesus alles erzählen, was dich bewegt. Das wird der perfekte Start in jeden Ferientag!
Zweite Woche: Gott liebt den fröhlichen Geber
Sicherlich erinnerst du dich an diese Erzählung: Ein Mann geht auf Reisen. Unterwegs wird er von Räubern überfallen. Sie prügeln auf ihn ein und lassen ihn im Straßengraben liegen. Ein Gelehrter kommt vorbei. Er sieht ihn und geht weiter. Ein Priester kommt vorbei. Er sieht ihn und geht weiter. Schließlich kommt ein Mann aus Samarien. Er nimmt sich ein Herz, versorgt die Wunden und bringt den armen Mann an einen sicheren Ort, wo er sich erholen kann. Was meinst du: welche dieser Personen war am Ende am glücklichsten? Richtig, der Mann aus Samarien. Bestimmt musste er seine Pläne ändern. Und einen Teil seines Taschengeldes konnte er nicht mehr für Eis und Schokolade ausgeben, weil er die Herberge bezahlt hat. Aber sicherlich war er im Herzen froh.
Deine Challenge: Wem kannst du in dieser Woche eine Freude bereiten? Bestimmt fällt dir für jeden Tag eine Person ein: Vielleicht magst du der Oma einen Brief schreiben. Oder du bringst euren Nachbarn einen selbstgepflückten Blumenstrauß.
Dritte Woche: Wow!
Wann hast du zum letzten Mal eine Sonnenblume in der Hand gehalten und dir angeschaut? Oder wann ist ein Marienkäfer über deine Finger gelaufen? Und weißt du, wie erfrischend es ist, an einem heißen Tag in einem schönen See zu schwimmen? Berge und Täler, Wälder und Flüsse, Rehe und Käfer, alles hat Gott geschaffen. Und über diese Kreativität dürfen wir staunen!
Deine Challenge: Male in dieser Woche ein Bild von der Natur und danke Gott für die schöne Landschaft und die Pflanzen und Tiere, die er geschaffen hat.
Vierte Woche: Ein Lächeln
Wie bitte? Was hat der Engel gerade gesagt? Er erwähnte, dass Elisabeth ein Kind erwartet. Maria war ganz außer sich. Was für eine Freude! Sie packt ein paar Sachen, sagt Josef kurz Bescheid und wandert zu ihrer Cousine Elisabeth. Mit großer Freude und einem breiten Lächeln fällt Maria ihr um den Hals. Elisabeth ist gerührt und die Freude springt auf sie über.
Deine Challenge: Es bringt unfassbar viel Freude, wenn wir eine Person anlächeln. Versuche in dieser Woche, jeden Tag drei Personen ein Lächeln zu schenken. Mal schauen, wie sie reagieren. Eines steht fest: sie werden sich freuen!
Fünfte Woche: Pause mit Jesus
Petrus schläft fast im Gehen ein. Er ist unfassbar müde. Zusammen mit Bartholomäus war er unterwegs, hatte Leuten von Jesus erzählt und mit ihnen gebetet. Ständig kamen Kranke und baten ihn um Gebet. Zwischendurch waren sie viele Kilometer in der heißen Sonne gewandert, um zum nächsten Dorf zu kommen. Das ging jetzt schon ein paar Wochen so. Heute ist endlich der Tag, an dem sie zu Jesus zurückkommen. Petrus möchte ihm alles erzählen. Und Jesus hat auch schon einen Plan geschmiedet: „Kommt an einen einsamen Ort. Ich will, dass ihr euch ausruhen könnt.“ Leider wird ihnen ein Strich durch die Rechnung gemacht und viele Leute kommen, um mit Jesus zu sprechen. Aber eines steht fest: Jesus freut sich, wenn wir uns bei ihm ausruhen.
Deine Challenge: Suche dir in dieser Woche jeden Tag ein stilles Plätzchen, wo dich keiner stört. Und dort kannst du drei Minuten mit Jesus sprechen und dich ausruhen. Erzähle ihm, was du erlebt hast und wie es dir geht. Und leg ein gutes Wort für diejenigen ein, die Hilfe von Jesus brauchen.
Sechste Woche: Danke!
Jesus ist unterwegs. Von Galiläa nach Jerusalem. Plötzlich hört er leise Rufe in der Ferne. Immer wieder klingt es „Unrein, unrein...“. Die Begleiter Jesu werden unruhig, als das Rufen lauter wird. Doch Jesus geht seelenruhig weiter. Er sieht die Rufenden noch nicht, aber hat bereits Mitleid. Es werden Leprakranke sein, die des Weges kommen.
Sie leiden an einer schweren, unheilbaren und sehr ansteckenden Krankheit – deshalb müssen sie ständig rufen und andere warnen. Noch eine Wegbiegung und Jesus sieht sie. In Tücher gehüllt, das Gesicht bedeckt, fallen sie auf die Knie und flehen Jesus an, er möge sie doch heilen und Erbarmen mit ihnen haben. Jesus schaut sie liebevoll an und fordert sie auf, sich den Priestern zu zeigen, denn das war zur damaligen Zeit der offizielle Weg, eine Heilung bestätigen zu lassen. Die Kranken machen sich auf den Weg. Und siehe da: Noch bevor sie die Priester erreichen, sind alle Spuren der schrecklichen Krankheit verschwunden. Sie sind geheilt und außer sich vor Freude! Einer von ihnen zögert nicht lange. Sofort macht er sich auf den Weg zurück zu Jesus. Wieder fällt er vor ihm auf die Knie und bedankt sich unter Tränen der Rührung für das Geschenk dieses neuen Lebens.
Deine Challenge: Langsam neigen sich die Ferien dem Ende zu. Besuch doch Jesus einmal in der Kirche, um ihm für all das zu danken, was er dir in diesen Sommerferien an Erlebnissen, Erfahrungen und Begegnungen geschenkt hat! Du kannst ihm auch einen Brief schreiben!
Die Geschwister Ballestrem sind gemeinsam in der Kinder- und Jugendpastoral tätig. Bernadette ist gottgeweihte Frau im Regnum Christi, Raphael ist Priester der Gemeinschaft der Legionäre Christi.
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