Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Glauben als Stilfrage?

US-Außenminister gibt mit Aschenkreuz Interview

Ein Fernsehinterview von Marco Rubio mit Fox News sorgt für Aufsehen – nicht nur wegen der Gesprächsinhalte.
Marco Rubio im Interview mit Fox News
Foto: Youtube / Fox News | Lässt an Deutlichkeit nichts vermissen: Aschenkreuz auf US-Außenminister Marco Rubios Stirn.

Katholische Selbstverständlichkeit oder Ausflug in die Identitätspolitik? Der amerikanische Außenminister, Marco Rubio, hat am Aschermittwoch ein Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News mit einem gut sichtbaren Aschenkreuz auf der Stirn bestritten. Während des etwa neun Minuten währenden Interviews spricht Fox-Moderator Sean Hannity mit Rubio über den Krieg in der Ukraine und Trumps Pläne für Gaza. Das Aschenkreuz auf Rubios Stirn ignorieren Hannity und Rubio.

Um Rubios Auftritt entwickelte sich in der Folge vor allem in Europa eine Debatte, während US-Medien das Thema bisher meist nicht aufgriffen. Zahlreiche deutsche Medien berichteten, auch in den sozialen Medien wurde Rubios öffentliches Aschermittwochs-Bekenntnis breit diskutiert. So schreibt etwa der bekannte Politikberater und Sicherheitsexperte Peter R. Neumann auf „X“, er sei ja selbst Katholik, aber als hochrangiger öffentlicher Repräsentant in einem säkularen Staat wäre dies nicht seine Sache – so etwas sei „völlig unnötige Identitätspolitik.“ Andere Nutzer wiesen darauf hin, dass es für Millionen katholische Amerikaner völlig normal sei, am Aschermittwoch ein Aschenkreuz zu tragen.

Auch auf Youtube waren die Reaktionen geteilt: von „Freak“ bis zu Respektbekundungen angesichts von Rubios Bekennermut. Kritik entzündete sich freilich auch an den Inhalten des Interviews. Rubio bezeichnete den Ukrainekrieg als Stellvertreterkrieg zwischen Atommächten, den USA und Russland, was vielen politischen Beobachtern als Verschwörungstheorie gilt. (DT/jra)

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung

Weitere Artikel

Kein Eklat wie im Vorjahr, dafür klare Linien: Europa signalisiert Eigenverantwortung, US-Außenminister Marco Rubio warnt vor Masseneinwanderung. Christliche Themen kamen zu kurz.
16.02.2026, 15 Uhr
Carsten Beck
Kommt nach der Maduro-Entführung nun ein venezolanisches Wirtschaftswunder? Experten sind skeptisch, auch weil die politische Zukunft in den Sternen steht.
06.02.2026, 09 Uhr
José García
Ein nächtlicher Zugriff der US-Spezialeinheiten führt zur Festnahme Nicolás Maduros. Ein „US-Team“ soll nach Trumps Willen die Macht in Venezuela übergangsweise übernehmen.
03.01.2026, 19 Uhr
José García

Kirche

Das vatikanische Appellationsgericht ordnet die Wiederholung des Verfahrens gegen Kardinal Angelo Becciu an. Ein Grund: wie Papst Franziskus in die Verhandlungen eingegriffen hat.
01.04.2026, 08 Uhr
Giulio Nova
Wohl auch eine ganz konkrete Anspielung: Papst Leo predigt am Palmsonntag über Gott, der den Krieg ablehnt. Eine Änderung der katholischen Lehre ist damit nicht verbunden.
31.03.2026, 15 Uhr
Maximilian Welticke
Die dazugewonnene Zeit bietet mehr für Freizeit, Familie, Freunde und Engagement – aber vor allem auch für Gott. Ein Erfahrungsbericht.
01.04.2026, 07 Uhr
Jonathan Prorok