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Scharfe Kritik an ARD und ZDF in der Coronakrise

Medienexperten sehen Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender in der Coronakrise kritisch.
Kritik an ARD und ZDF in der Coronakrise
Foto: Nicolas Armer (dpa) | ARD und ZDF in der Kritik. Foto: Nicolas Armer/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ |

Der Medienwissenschaftler Otfried Jarren übte in einem Beitrag für epd-Medien Kritik an der Berichterstattung der öffentlich- rechtlichen Sendeanstalten in Deutschland. Otfried Jarren ist emeritierter Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich und Präsident der Eidgenössischen Medienkommission in der Schweiz. In seinem Beitrag bemängelte der Medienwissenschaftler, dass immer die gleichen Experten und Politiker aufträten, die die Sender als Krisenmanager präsentierten. Den Sendern warf Jarren vor, Bedrohung und exekutive Macht zu präsentieren. Das sei Systemjournalismus. 

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Auch andere Fachleute üben Kritik

Jarren steht mit seiner Kritik nicht allein da. Die Medienjournalistin Vera Linß forderte, die Themen Überwachung und Datenschutz im Zusammenhang mit den Maßnahmen der Regierung stärker in den Fokus zu nehmen. Viele Journalisten, so Linß, transportieren die Krisenstrategie der Bundesregierung weitgehend kritiklos. Dies sieht sie „als eine Art Service-Journalismus“. Auch in Krisenzeiten sei es nicht die Aufgabe der Medien, sekundiert Andrej Reisin in einem Beitrag für das Portal Übermedien, den verlängerten Arm der Regierung zu spielen und Kampagnen à la „Wir vs. Virus“ zu inszenieren. Die Tagesschau habe sich so in den sozialen Medien verhalten. Reisin kritisiert vor allem das Ausbleiben einer kritischen Berichterstattung und einer Debatte über die Maßnahmen der Regierung. Auch Otfried Jarren sieht hier einen deutlichen Makel. Experten kämen nur mit einzelnen Statements zu Wort, eine echte Debatte zwischen Expertinnen und Experten entstehe nicht. 

DT/pwi

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