Hamburg

Kommentar um „5 vor 12“: Aufruf zur Verbrennung von Priestern

#fuegoalclero ruft auf Twitter zu Gewalt gegen Priester auf. Der Hashtag verstößt gegen die Gemeinschaftsregeln von Twitter. Er wird trotzdem nicht gelöscht.
fuegoalclero
Foto: Screenshot DT | Bilder, die unter dem Hashtag fuegoalclero auf Twitter verbreitet wurden.

Der spanische Twitter-Hashtag #fuegoalclero ruft ganz ungeschminkt dazu auf, den Klerus zu verbrennen. Der Hintergrund bildet eine von Spaniens sozial-demokratischer Bildungsministerin Isabel Celaa angestoßenen Bildungsreform, die allerdings von vielen Bildungseinrichtungen, sowie von der Kirche nicht befürwortet wird.

Brennende Priester

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Laut dem US-Internetportal „Crux“ wurde der Hastag von pro-marxistischen Anhängern verbreitet. Damit einher geht ein Bild, dass brennende Priester abbildet. Trotz tausendfacher Aufforderung weigert sich Twitter bis jetzt, #fuegoalclero zu verbieten – und verstößt somit gegen seine eigenen Richtlinien, wo es heißt, dass Nutzer „keine Gewalt gegen eine Gruppe von Personen drohen“ dürfen. Auch ist die Förderung von hasserfülltem Verhalten aufgrund religiöser Zugehörigkeit untersagt. Wo bleibt der flächendeckende mediale Aufschrei? 

Stolz auf Menschenrechte

In Zeiten von sich häufender Gewalt gegen Christen - siehe die jüngsten Attentate in einer Kirche in Nizza, unzähligen Einbrüchen in katholischen Gotteshäusern und Vertreibung und Unterdrückung von Christen in islamisch geprägten Ländern – würde man sich von westlichen Einrichtungen, die so stolz sind auf ihre Menschenrechte, ihre Freiheit und Toleranz, erwarten, ihre christlichen Bürger in Schutz zu nehmen.

Ein Gedankenexperiment: Wie wären die Reaktionen auf Hashtags, die zu Gewalt an Imamen aufrufen würden? Doch das würden linke Gruppierungen niemals wagen. Denn dann würden buchstäblich Köpfe rollen.

 

 

 

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Emanuela Sutter

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