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Kardinal Newman: Bezwinger der Wahrheit

John Henry Newman schnitt es in die Seele, wie die Wahrheit des Christentums durch Staatskirchentum und platte Aufklärung verunstaltet war. Er warf sich unter Verachtung aller üblen Folgen in den Kampf.
Newmans Kampf für das Christentum
Foto: KNA | Eine Gruppe junger theologischer Draufgänger veröffentlichte hinreißende Traktate für eine Erneuerung der Kirche an Haupt und Gliedern. Unter ihnen: John Henry Newman.

Das Leben Kardinal John Henry Newmans stand zunächst im Zeichen eines bewunderungswürdigen Kampfes für die anglikanische Kirche. Als glänzender Scholar in Oxford und Prediger an der Universitätskirche St. Mary zog seine Wortgewalt Hörer bis aus London an. Alle Zeugnisse über die Oxford-Jahre bezeugen eine unvergleichliche Anziehungskraft.„Die Wirkung seiner einzigartigen Verbindung von Genialität und religiöser Persönlichkeit hat weder vorher noch nachher ihresgleichen gehabt“ (Dean Lake).

1833 setzte ein unerwarteter Aufstand in der anglikanischen Kirche ein

Dann setzte im August 1833 ein unerwarteter Aufstand in der anglikanischen Kirche ein: Eine Gruppe junger theologischer Draufgänger veröffentlichte hinreißende Traktate für eine Erneuerung der Kirche an Haupt und Gliedern. Nach Tract 90 brach ein Sturm los; sein Verfasser (wie auch der meisten anderen) hieß John Henry Newman. Von nun an galt er als „Pastetenbäcker, der vergiftete Brötchen angeboten hatte“.
Worin bestand das „Gift“? Die kämpferische „Artus-Runde“ sah ihre Kirche im Würgegriff des Staates. Seit Heinrich VIII. sich 1534 zum religiösen Oberhaupt der englischen Kirche ausgerufen hatte, war das gesamte öffentliche Leben, waren auch die Universitäten verpflichtet, ihre Staatstreue durch das Bekenntnis zu den 39 Glaubensartikeln des Anglikanismus und Sakramentenempfang nachzuweisen.

So hing die Immatrikulation an den Universitäten vom Nachweis anglikanischer Beichte und Abendmahl ab; natürlich waren Katholiken dadurch von höherer Bildung ausgeschlossen. Dem Parlament lagen Anträge vor, das Common Prayer Book mit seiner noch weitgehend katholischen Überlieferung abzuschaffen; selbst Bischöfe hielten Dogmen wie Dreifaltigkeit und Sündenvergebung angesichts der „Vernunft“ für überholt. Der Raum der Oxforder Theologen „stank nach Logik“, so Newman.

In Newman erwachte ein prophetisches Sendungsbewusstsein

In Tract 1 hieß es herausfordernd: Den Bischöfen „könnten wir, obwohl es für das Land ein trauriges Ereignis wäre, kein besseres Ende ihrer Laufbahn wünschen, als den Verlust ihrer Güter und das Martyrium“. In Newman erwachte ein erstaunliches, ja prophetisches Sendungsbewusstsein. Es schnitt ihm in die Seele, wie die Wahrheit des Christentums durch Staatskirchentum und platte Aufklärung verunstaltet war, und er warf sich unter Verachtung aller üblen Folgen in den Kampf.

DT

Aber welche Wahrheit bezwang Newman wider seinen Willen? Vor allem vier Fundamente der katholischen Kirche. Welche dies sind, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 20. Dezember 2018.

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Bischof Dreifaltigkeit John Henry Newman Kardinäle Katholikinnen und Katholiken Trinität

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