London

"Free Speech Union" zum Schutz der Redefreiheit

Der neu gegründete Verein "Free Speech Union" will sich gegen eine gefühlte Zunahme von Angriffen gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung zur Wehr setzen.
Schutz der Meinungsfreiheit
Foto: Fredrik von Erichsen (dpa) | Redefreiheit sei nicht nur für unsere persönliche Freiheit kostbar, sondern gewährleiste, dass „die ganze Welt vorankommt“, so die britische Plattform "The Conservative Woman".

Die britischen Schriftsteller und Publizisten Toby Young und Douglas Murray haben mit weiteren Intellektuellen einen Bund zur Verteidigung der freien Meinungsäußerung ins Leben gerufen. Die „Free Speech Union“ (FSU) zielt darauf ab, all diejenigen zu ermutigen und zu unterstützen, die sich in ihrem Recht auf Redefreiheit beeinträchtigt fühlen. Ollie Wright erläutert auf der britischen Plattform The Conservative Woman, die sich gegen die „Kräfte des Linksextremismus, des Feminismus und des Modernismus“ wendet, weshalb dem Projekt jeder erdenklicher Erfolg zu wünschen sei.

Pflicht, gegen Bedrohung der Meinungsfreiheit zu wehren

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Denn Redefreiheit sei nicht nur für unsere persönliche Freiheit kostbar, sondern gewährleiste, dass „die ganze Welt vorankommt“. Ohne sie verengten sich unser Horizont und unsere Gedanken, und wir büßten unsere Fähigkeit ein, die Nützlichkeit oder Schädlichkeit von Ideen zu überprüfen. Doch die Meinungsfreiheit sei, gerade auch heutzutage, bedroht: von engstirnigen Geistern, einer Intoleranz gegenüber der Freiheit oder auch dem Wunsch, andere zu schikanieren. „Wir haben die gemeinsame Pflicht, uns dagegen zu wehren“, betont Wright. Denn in den vergangenen Jahren scheine sich die „allgemeine Kritiksucht, angefeuert durch soziale Medien und dem Trend zu linkem Aktivismus, verstärkt zu haben. Es reicht vielen Menschen nicht mehr, einfach Argumente gegen Meinungen anzuführen, die sie ablehnen. Stattdessen wollen sie diese ausmerzen. Sie wollen von der Pflicht entbunden werden, ihre eigenen Vorstellungen verteidigen zu müssen. Es ist ja so viel einfacher, seinen Gegner am Reden zu hindern, als sich mit ihm beschäftigen zu müssen“. Schließlich bestehe ja auch das katastrophale Risiko zu entdecken, dass man selbst im Unrecht sei.

Manche Angriffe auf die freie Meinungsäußerung hätten, so Wright, immensen Schaden angerichtet. Leute wurden entlassen, berufliche Aufstiege verhindert oder Karrieren beendet, wenn man „Meinungen äußerte, die – selbst wenn sie gewissenhaft dargelegt wurden – nicht dem Zeitgeist entsprachen. Wer sich dagegen wehrt, wird sogar als Nazi abgetan“. Fachleuten wird verwehrt, Vorträge zu halten, lautstarke Aktivisten erzwingen den Abbruch von Veranstaltungen, die ihnen missfallen. Auch die Kontroversen in der Transgenderdebatte lieferten zahlreiche Beispiele für den Angriff auf die Redefreiheit: „Jeder, der es ablehnt, eindeutige Akzeptanz für neue Trans-Dogmen zu zeigen, ist ein ‚Hasser‘, dem der Mund verboten werden muss, wenn nötig, mit Gewalt“. Die Eiferer ließen sich auch nicht davon beirren, dass „ihre absoluten Gewissheiten gerade erst gestern erfunden wurden“.

Organisation steckt noch in den Kinderschuhen

„Wenn Toby Youngs neue Organisation einen Beitrag leisten kann, den Kampf für Freiheit zu unterstützen, so ist das äußerst begrüßenswert“, schreibt Wright. Young sehe die noch in den Kinderschuhen steckende „Free Speech Union“ als eine potentielle Massenorganisation an, um das Recht auf freie Rede ihrer Mitglieder zu schützen. Nicht nur Studenten und Akademiker sind willkommen - man sei für jeden offen, der glaubt, dass seine Meinungsfreiheit in Gefahr sei.

DT/ks

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Redaktion Douglas Murray Friedrich-Schiller-Universität Jena Linksradikalismus Nationalsozialisten

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