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Neue TV-Bibelserie nimmt Frauen des Alten Testaments in den Blick

Die neue „Fox“-Serie „The Faithful“ erzählt die Genesis aus Sicht von Sara, Hagar, Rebekka, Lea und Rahel – mit dem Anspruch, der Bibel treu zu bleiben und zugleich emotional nah an den Figuren zu sein.
„The Faithful: Women of the Bible”
Foto: Fox | Hagar (Natacha Karam), Sara (Minnie Driver) und Abraham (Jeffrey Donovan ) in „The Faithful: Women of the Bible”.

Der US-Sender „Fox“ hat in der Fasten- und Osterzeit eine neue Fernseh-Bibelserie im Programm: „The Faithful: Women of the Bible“ erzählt das Buch Genesis aus der Perspektive von Sara, Hagar, Rebekka, Lea und Rahel. Die dreiteilige Reihe startet am 22. März und endet am Ostersonntag, dem 5. April. Darüber berichtet der „Catholic World Report“ unter Berufung auf „EWTN News“. „Fox“ selbst kündigt die Produktion als dreiteiliges TV-Ereignis an.  

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Die Produzenten Julie Weitz und René Echevarria wollen die biblischen Urgeschichten ausdrücklich aus einem Blickwinkel erzählen, der in Film und Fernsehen oft im Hintergrund bleibt: aus dem der Frauen. Weitz erläutert, man habe festgestellt, dass diese Perspektive in den bekannten Erzählungen um Abraham, Isaak und Jakob meist zu wenig beachtet werde. So rücke weniger die äußere Handlung in den Mittelpunkt, als vielmehr die innere Entwicklung der Figuren.  

Historische und theologische Plausibilität

Serienentwickler Echevarria erklärte, Ziel sei gewesen, die biblischen Gestalten emotional ernst zu nehmen und zu zeigen, „wie ihr Leben aussah“ und was sie innerlich bewegte. All diese Frauen, so Echevarria, stolperten auf ihrem Weg, machten Fehler und müssten sich in schwierigen, oft auch von Gott zugespitzten Situationen zurechtfinden. Gerade darin liege ihre Nähe zur Gegenwart. Als Beispiel nennt er die Geschichte von Sara und Abraham, die jahrzehntelang kinderlos blieben, und verweist dabei auf eigene Erfahrungen mit Unfruchtbarkeit in seiner Ehe.

Nach Angaben der Produzenten soll die Serie der Heiligen Schrift möglichst treu bleiben. Was die Bibel ausdrücklich sagt, sei für die Autoren maßgeblich; wo sie Lücken lasse, habe man sie dramaturgisch ausfüllen müssen, ohne dem biblischen Befund zu widersprechen. Um historische und theologische Plausibilität zu sichern, zog das Team externe Berater hinzu, darunter den Theologen Russell Moore und die Judaistin Wendy Zierler. Gedreht wurde in Rom und Matera – in der süditalienischen Stadt wurden beispielsweise bereits „Das 1. Evangelium – Matthäus“ von Pier Paolo Pasolini (1964), „Die Passion Christi“ von Mel Gibson (2004) oder auch die Kreuzigungsszenen von „The Chosen“ gedreht.

Stoff mit universaler Kraft

Weitz spricht von einem Stoff mit universaler Kraft – Emotionen, Bindungen, Verheißung, Zweifel und Treue. Echevarria betont, die Serie wolle den Glauben nicht weichzeichnen: Die Frauen der Genesis seien nicht deshalb groß, weil sie keine Schwächen hätten, sondern weil Gott auch aus ihrem Versagen Geschichte mache. In diesem Sinn erzähle „The Faithful“ nicht nur von den Anfängen Israels, sondern von den Ursprüngen einer Heilsgeschichte, auf die sich Judentum, Christentum und Islam beziehen.

„Fox“ setzt mit der Produktion offenkundig auch auf das wachsende Interesse an glaubensbezogenen Stoffen im Mainstream-Fernsehen, das zuletzt vor allem durch den Erfolg von „The Chosen“ sichtbar geworden ist.

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