Die mexikanische Netflix-Miniserie „Niemand sah uns gehen“ („Nadie nos vio partir“) beginnt mit einer Tat, die sich als Fürsorge tarnt: Leo Saltzman (Emiliano Zurita) bringt seine Kinder Tamara (Marion Sirot) und Isaac (Alexander Varela Pavlov) nicht zur Schule, sondern zum Flughafen. „Paris wird euch guttun“, sagt er, im Einklang mit dem Plan seines Vaters Samuel (Juan Manuel Bernal), Patriarch einer wohlhabenden jüdischen Familie in Mexiko-Stadt: „Die Kinder sind fernab von hier besser aufgehoben.“ Als Valeria (Tessa Ía), die Mutter, nach Hause kommt, fehlen die Pässe. An der Schwelle des Hauses ihrer Schwiegereltern fällt der Satz wie ein Urteil: „Du weißt ganz genau, warum das ...
Kindesentführung auf mexikanisch
Der Kampf um die Kinder: Trotz anderer Vorzeichen und Abläufe fühlen sich die Zuschauer der Netflix-Serie an das Entführungsdrama um die Block-Kinder erinnert.
