Familie oder Kunst? Das ist hier die Frage, die Oscar-Preisträgerin Chloé Zhao in „Hamnet“ stellt – in spielerischer Anlehnung an Shakespeares berühmtes „Sein oder Nichtsein“ aus „Hamlet, Prinz von Dänemark“. Die in den USA lebende, 43-jährige chinesische Regisseurin greift existenzielle Fragen nach Leben, Leiden und Sterben auf und zeigt, welche Opfer die Hinwendung zur Kunst der Familie eines Künstlers abverlangen kann – und weshalb Kunst dennoch eine Möglichkeit von Katharsis und Trost eröffnet. Zhaos Film basiert auf dem preisgekrönten Bestseller „Judith und Hamnet“ (2020) von Maggie O’Farrell, die gemeinsam mit Zhao auch das Drehbuch verfasst hat. Nachdem ihr ...
Als William Shakespeare seinen Sohn verlor
Regisseurin Chloé Zhao nähert sich dem Genie und seinem unbekannten Leben mit Behutsamkeit und historischer Informiertheit.
