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Der Romane schreibende Pizzabäcker

Eine vergnügliche Satire auf den Literaturbetrieb: der französische Spielfilm „Der geheime Roman des Monsieur Pick“.
Garcías Filmtipp: „Der geheime Roman des Monsieur Pick“
Foto: Neue Visionen | Zusammen mit Joséphine Pick (Camille Cottin), der Tochter des angeblichen Autors Monsieur Pick, macht sich der bekannte Literaturkritiker Jean-Michel Rouche (Fabrice Luchini) daran, den Roman des Pizzabäckers als ...

Mit seiner Literatur-Fernsehsendung gehört Jean-Michel Rouche (Fabrice Luchini) zu den einflussreichsten Literaturkritikern Frankreichs. Gebannt schaut sich der junge Autor Frédéric (Bastien Bouillon) die Sendung an, denn sein Roman soll von Rouche besprochen werden. Entsprechend enttäuscht reagieren er und seine Freundin Daphné (Alice Isaaz), eine junge Verlegerin, als es zur Besprechung seines Werkes nicht mehr kommt.

Ist der Roman des Pizzabäckers eine Fälschung?

Bei einem Besuch im heimatlichen Finistère erfährt Daphné von ihrem Vater Gérard (Vincent Winterhalter) von einer „Bibliothek der abgelehnten Bücher“. Dort entdeckt sie den Roman „Die letzten Stunden einer großen Liebe“, der angeblich vom Pizzabäcker des Dorfes, dem schon verstorbenen Monsieur Pick, geschrieben wurde. Daphné bringt den Roman heraus, der ein großer Erfolg wird.

Jean-Michel Rouche ist jedoch davon überzeugt, dass es sich dabei um eine Fälschung handelt. Auf Spurensuche in Finistère lernt er die überaus literarisch gebildete Tochter des Pizzabäckers Joséphine (Camille Cottin) kennen. Zusammen machen sie sich auf, das Geheimnis des Romans von Monsieur Pick zu lüften.

 

Auch wenn es bei „Der geheime Roman des Monsieur Pick“ vordergründig um eine Krimi-Handlung geht, nimmt sich der Film als eine Satire auf den Literaturbetrieb aus. Bei der Fülle an Romanen, die Jahr für Jahr erscheinen – „Frankreich hat mehr Autoren als Leser“, heißt es im Film –, wundert es nicht, dass Verleger darauf aus sind, etwas „Besonderes“ zu finden. Ein Pizzabäcker, der nie etwas anderes als Einkaufszettel geschrieben hatte, und der darüber hinaus bereits verstorben ist, verspricht eine wahre emotionale Geschichte, mit der sich sein Werk bestens bewerben lässt.

Verteidigung der Literatur

Im Laufe der Zeit entwickelt sich der anfangs griesgrämig erscheinende Kritiker zu einer Figur, mit der sich der Zuschauer identifizieren kann. Denn ihm geht es um nichts weniger als um die Verteidigung der Literatur. Dass Bezançon außerdem seinen Film mit viel feinem Humor zu garnieren weiß, macht seinen Film besonders sehenswert.

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