Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung „Gesellschaft der Opfer“

Pascal Bruckner: „#metoo ist Stalinismus in Röcken“

Der französische Starphilosoph rechnet im „Tagespost“- Interview mit westlichem Selbsthass ab.
Pascal Bruckner
Foto: IMAGO/Blondet Eliot/ABACA (www.imago-images.de) | Der Intellektuelle und Schriftsteller Pascal Bruckner am Elysee Palast.

Sein neues Buch heißt „Die Gesellschaft der Opfer“ – und darin kritisiert Pascal Bruckner nachdrücklich die Minderwertigkeitsgefühle westlicher Gesellschaften sowie einen damit einhergehenden Hang zum Tugendterror. In der kommenden Ausgabe der „Tagespost“ nimmt der französische Starphilosoph im Gespräch diesbezüglich ebenfalls  kein Blatt vor den Mund.

Lesen Sie auch:

„Vielleicht will der Westen ausgelöscht werden?“

„Der Westen ist besessen von Selbstgeißelung und krankt an einer Art moralisch bedingtem Masochismus. Man überlässt den Platz den schönen Barbaren mit Turban oder dem russischen Rohling“ – so Bruckners scharfer Kommentar zum Verhalten zahlreicher Politiker, Medienschaffenden und zivilgesellschaftlicher Aktivisten der Gegenwart.

Einhergehend mit den von Bruckner diagnostizierten Selbstgeißelungstendenzen des Westens blickt der Philosoph auf eine politische Linke, die persönlich materiell ausgesorgt und sich im Beklagen vermeintlicher und tatsächlicher Opfer als Dauerpose eingerichtet habe: „Der privilegierte Teil der Welt klagt und jammert, die Mehrheit betet.“ DT/sta

Das vollständige Interview mit Pascal Bruckner lesen Sie in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“.

Themen & Autoren
Vorabmeldung Stalinismus

Weitere Artikel

Gerüche betören und stoßen ab. Ein Parfüm kann zuweilen auch zum Zeichen des stillen Widerstands werden, wie im Fall von Marie-Antoinette.
03.10.2026, 17 Uhr
Ute Cohen
Die Ukraine als Teil der „Heiligen Rus“? Mit einer geschichtlichen Tiefenbohrung widerlegt der ukrainische Kirchenhistoriker Andriy Mykhaleyko Wladimir Putins nützliche Narrative.
29.07.2026, 07 Uhr
Stephan Baier
Die mit 95 Jahren Verspätung herausgegebene Arbeit Eberhard Michelssons dokumentiert die gottlose Repression der Kirche in der Sowjetunion.
13.04.2026, 15 Uhr
Uwe Wolff

Kirche

Das Bischofstreffen in Rom zur Familienpastoral stößt auf wenig Interesse bei den Medien. Grund ist die Art und Weise, wie die Versammlung gelenkt und gesteuert wird.
10.10.2026, 12 Uhr
Guido Horst
Papstjubel und Protestwut: Hunderttausende Franzosen gingen zuletzt aus verschiedenen Gründen auf die Straßen. Eins hat sie dennoch vereint.
09.10.2026, 11 Uhr
Elisabeth Hüffer
Johannes Zehe, früher Geiger und seit 2023 Regens für die Priesterausbildung im Erzbistum, wird an diesem Samstag im Mariendom zum Bischof geweiht.
09.10.2026, 14 Uhr
Dorothea Schmidt
Statt mit Erfahrungsberichten begann das Bischofstreffen in Rom dann doch mit theoretischen Erörterungen zu dem nachsynodalen Schreiben zu Ehe und Familie von Papst Franziskus.
08.10.2026, 09 Uhr
Guido Horst