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Michael Wolffsohn spricht um 19 Uhr beim Katholikentag

Der Historiker und Publizist spricht in Würzburg über Schuld und Verantwortung in Kultur und Politik am Beispiel des Dirigenten Herbert von Karajan. Der Eintritt ist frei.
Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn
Foto: IMAGO/Christoph Hardt (www.imago-images.de) | Im Lügensteinmuseum erwartet Besucher ab dem 12. Mai ein vielseitiges Programm aus Journalismus, Zeitgeschichte, Theologie und gesellschaftspolitischer Diskussion.

Mit einer prominenten Persönlichkeit aus Geschichtswissenschaft und Zeitdiagnostik setzt die „Die Tagespost“ beim Katholikentag 2026 einen weiteren Akzent im gesellschaftspolitischen Programm: Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn spricht in Würzburg über Schuld und Verantwortung in Kultur und Politik – am Beispiel des Dirigenten Herbert von Karajan und dessen Rolle im Nationalsozialismus.

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Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht Wolffsohns aktuelle Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken Karajans. Der weltberühmte Dirigent gilt als eine der prägendsten Figuren der klassischen Musik des 20. Jahrhunderts. Zugleich wurde sein Verhalten während der NS-Zeit über Jahrzehnte kontrovers diskutiert. Eine umfassende historische Einordnung blieb jedoch lange aus.

Grundsätzliche Diskussion über Schuld, Opportunismus und Erinnerungskultur

Auf Grundlage zahlreicher Quellen, darunter auch bislang wenig beachteter Dokumente, zeichnet Wolffsohn ein differenziertes Bild Karajans zwischen künstlerischer Größe, persönlicher Verantwortung und politischer Anpassung. Die Veranstaltung verspricht damit nicht nur einen Blick auf eine schillernde Künstlerpersönlichkeit, sondern auch eine grundsätzliche Diskussion über Schuld, Opportunismus und Erinnerungskultur. Moderiert wird der Abend von Sebastian Sasse.

Michael Wolffsohn, geboren 1947, war von 1981 bis 2012 Professor für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr München. Der vielfach ausgezeichnete Historiker zählt zu den profiliertesten deutschen Stimmen in Fragen der Zeitgeschichte, Erinnerungskultur und deutsch-jüdischen Beziehungen. 2017 wurde er vom Deutschen Hochschulverband zum „Hochschullehrer des Jahres“ gewählt, 2018 erhielt er den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Katholikentages 2026 im Lügensteinmuseum, Korngasse 12, Würzburg statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

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