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Kramp-Karrenbauer: Streit um Segensfeiern aushalten

Segensfeiern für homosexuelle Paare seien „gelebte Praxis", so die CDU-Politikerin. Die derzeitige Debatte sollte kein Anlass sein, „alles wieder zurückzudrehen“.
Die CDU-Politikerin Annegret Kramp-Karrenbauer
Foto: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON (www.imago-images.de) | Kramp-Karrenbauer betonte, die Frage von Homosexualität werde in anderen Teilen der Welt „komplett anders diskutiert als in Europa“, daher sei der Konflikt nicht verwunderlich.

Die ehemalige CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich im Streit um Segensfeiern für homosexuelle Paare auf die Seite der deutschen Bischöfe gestellt, die die umstrittene Handreichung „Segen gibt der Liebe Kraft“ umsetzen wollen. Im Interview mit dem Portal „katholisch.de“ erklärte Kramp-Karrenbauer, derzeit Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, vor Ort erlebe sie, dass solche Segensfeiern „gelebte Praxis“ seien. Wenn einzelne Priester sie nicht befürworteten, „sollte es die Möglichkeit geben, dass sie woanders stattfinden können“. Die derzeitige Debatte „sollte in jedem Fall kein Anlass sein, alles wieder zurückzudrehen“.

Worin Kramp-Karrenbauer die Stärke der Weltkirche sieht

Der Vatikan hat sein Veto zu Segensfeiern für homosexuelle Paare inzwischen mehrmals bekräftigt. Kramp-Karrenbauer betonte, die Frage von Homosexualität werde in anderen Teilen der Welt „komplett anders diskutiert als in Europa“, daher sei der Konflikt nicht verwunderlich. „Man muss ihn ein Stück weit aushalten.“ Nach Ansicht der 63-Jährigen handele es sich um eine „klassische Debatte, in der wir die deutsche Perspektive vertreten und Rom die Weltkirche im Blick hat“. Die große Stärke der Weltkirche könne sein, „weltumspannend und trotzdem Raum lassend“ zu sein. 

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Die Katholikin Kramp-Karrenbauer war Anfang 2025 aus dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ausgetreten, nachdem das Laiengremium um seine Vorsitzende Irme Stetter-Karp Kritik am migrationspolitischen Kurs der Union geübt hatte.  DT/mlu

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