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Streitgespräch und Lesungen beim Katholikentag

„Presse- und Lounge-Café der Tagespost“ bringt profilierte Stimmen nach Würzburg: Ostritsch streitet mit Striet, Historiker Michael Wolffsohn spricht über Karajan, Ulrike Meinhofs Tochter kommt zur Gesprächslesung und Philipp Peyman Engel fragt: Was darf Israel?
Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn
Foto: IMAGO/Christoph Hardt (www.imago-images.de) | Im Lügensteinmuseum erwartet Besucher ab dem 12. Mai ein vielseitiges Programm aus Journalismus, Zeitgeschichte, Theologie und gesellschaftspolitischer Diskussion.

Mit einem eigenen „Presse- und Lounge-Café“ schafft „Die Tagespost“ während des Katholikentages 2026 einen Ort für Debatte, Begegnung und geistige Auseinandersetzung. Im Lügensteinmuseum erwartet Besucher ab dem 12. Mai ein vielseitiges Programm aus Journalismus, Zeitgeschichte, Theologie und gesellschaftspolitischer Diskussion.

Im Zentrum des Side Events stehen prominente Stimmen aus Medien und Wissenschaft. Erwartet werden unter anderem Philipp Peyman Engel, Chefredakteur der „Jüdischen Allgemeinen“ und „Chefredakteur des Jahres 2023“, sowie der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn. Ebenfalls Teil des Programms ist die Journalistin Bettina Röhl, Tochter der RAF-Terroristin Ulrike Meinhof.

Streitgespräch zwischen Magnus Striet und Sebastian Ostritsch

Das Presse- und Lounge-Café setzt bewusst auf unterschiedliche, teils kontroverse Perspektiven. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Verantwortung, Haltung und Wahrheitsanspruch im Journalismus in einer zunehmend polarisierten Öffentlichkeit.

Auch innerhalb der katholischen Debattenkultur sollen unterschiedliche Positionen sichtbar werden. So treffen in einem Streitgespräch die beiden profilierten katholischen Denker Magnus Striet und Sebastian Ostritsch aufeinander. Dabei geht es um grundlegende Fragen katholischer Identität und Gegenwartsdeutung – ein Programmpunkt insbesondere für kirchlich und theologisch Interessierte.

Geistliche Impulse setzen unter anderem Br. Adam Kalinowski OFM, Pater Guardian des Würzburger Franziskanerklosters, sowie Pfarrer Christian Stadtmüller. Die Vorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski, spricht zum Thema „Markt, Machbarkeit, Menschenwürde – Was zählt bei Leihmutterschaft?“.

Weitere Programmpunkte widmen sich Fragen des Glaubens und der Lebensführung. Christian Hümpfner stellt gemeinsam mit Raphael Bellmann und Ulrike Daufratshofer das Buch „Gemeinsam lebendig bleiben“ vor.

Tobias Haberl spricht über vielbeachtetes Buch „Unter Heiden“

Zu den weiteren Höhepunkten zählt eine Veranstaltung mit dem FAZ-Journalisten und „Tagespost“-Autoren Lorenz Jäger unter dem Titel „Die Kunst des Lebens, die Kunst des Sterbens“. Die Moderation übernimmt Tagespost-Feuilleton-Chef Henry C. Brinker.

Am Abend spricht schließlich der Journalist und Bestsellerautor Tobias Haberl über sein vielbeachtetes Buch „Unter Heiden“. Die Moderation übernimmt Stefan Rehder.

Das Presse- und Lounge-Café der „Tagespost“ versteht sich während des Katholikentags als offener Treffpunkt für Journalisten, Autoren, Theologen, Leser und Interessierte. Neben dem Bühnenprogramm lädt das Café täglich zum Austausch in entspannter Atmosphäre ein. Weitere Gäste: Unternehmer und Buchautor Peter Löw, Pfarrer Thomas Schwartz, Hauptgeschäftsführer der Solidaritätsaktion Renovabis, Weihbischof em. Johannes Bündgens, und viele andere. Der Eintritt ist frei.


Ort: Lügensteinmuseum
Beginn: ab 12. Mai 2026
Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie unter:
www.die-tagespost.de/katholikentag

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Meldung Michael Wolffsohn

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