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Die Kunst des Lebens – und die Zumutung des Sterbens

Lorenz Jäger spricht über Vergänglichkeit, Lebensklugheit und die großen Fragen der menschlichen Existenz – Donnerstag, 14. Mai, 16 Uhr, im Tagespost-Salon im Lügensteinmuseum Würzburg.
Lorenz Jäger auf der Leipziger Buchmesse 2017
Foto: imago stock&people (imago stock&people) | Zu Christi Himmelfahrt in Würzburg im Tagespost-Salon: Lorenz Jäger.

Während vielerorts über Kirchenpolitik, Strukturreformen und Tagesdebatten gesprochen wird, geht es bei einer Veranstaltung im Side Event der Tagespost um die existenziellen Fragen des Menschseins: Was macht ein erfülltes Leben aus? Warum gehört der Tod untrennbar dazu? Und was verliert eine Gesellschaft, die Vergänglichkeit nur noch als technisches Problem betrachtet?

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Der Publizist Lorenz Jäger stellt am Donnerstag, 14. Mai, um 16 Uhr im Lügensteinmuseum in der Würzburger Korngasse sein vielbeachtetes Buch „Die Kunst des Lebens, die Kunst des Sterbens“ vor. Die Moderation übernimmt Mirco Weiß.

Jäger gilt als einer der profiliertesten konservativen Intellektuellen Deutschlands. Sein Buch ist weder klassischer Essay noch philosophischer Ratgeber. Vielmehr entfaltet er darin ein kulturhistorisches Panorama über mehr als drei Jahrtausende menschlicher Selbstdeutung – von der Bibel und dem Gilgamesch-Epos über Homer, Kafka und Georg Büchner bis hin zu Ernst Jünger und Joni Mitchell.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen seit jeher mit Endlichkeit, Verlust und Hoffnung umgehen. Jäger schreibt über Begräbnisrituale, den Wunsch nach Unsterblichkeit, über früh verstorbene Genies ebenso wie über Menschen, die außergewöhnlich alt wurden. Immer wieder richtet sich der Blick dabei auf die Gegenwart: auf eine moderne Welt, die den Tod zunehmend aus dem Leben verdrängt und technische Verfügbarkeit an die Stelle existenzieller Erfahrung setzt.

Auseinandersetzung mit Transhumanismus

Besonders kritisch setzt sich Jäger mit transhumanistischen Utopien auseinander, die das menschliche Bewusstsein digital konservieren und den Tod überwinden wollen. Dagegen verteidigt er die Einsicht, dass gerade die Vergänglichkeit dem Leben seinen Wert und seine Dringlichkeit verleiht.

Trotz der philosophischen Tiefe bleibt der Ton des Buches bewusst zugänglich. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ lobte Jägers Fähigkeit, „intellektuelles Zartgefühl mit Neugier“ zu verbinden. Alexander von Schönburg sprach von einem „fulminanten Buch“.

Die Veranstaltung gehört zum Presse- und Lounge-Café der Tagespost im Lügensteinmuseum, das während des Katholikentags täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet ist. Besucher erwartet dort ein bewusst persönlicher Rahmen mit Raum für Gespräche und Begegnungen abseits des hektischen Großveranstaltungsbetriebs.

Veranstaltungsort ist das Lügensteinmuseum, Korngasse 12, 97070 Würzburg. Der Eintritt ist frei.

Alle Tagespost-Veranstaltungen auf dem Katholikentag auf einen Blick finden Sie hier.

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