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Wilmer: Palästinensische Christen sind Keimzelle für friedliche Zukunft des Landes

Bischof Heiner Wilmer unterstreicht im Interview mit der „Tagespost“ das Existenzrecht Israels.
Der Hildesheimer Bischof, Heiner Wilmer, war in Israel. Im "Tagespost"-Interview berichtet er von seinen Erfahrungen.
Foto: Moritz Frankenberg (dpa) | Der Hildesheimer Bischof, Heiner Wilmer, war in Israel. Im "Tagespost"-Interview berichtet er von seinen Erfahrungen.

Der Vorsitzende von Pax Christi in Deutschland, Bischof Heiner Wilmer, hat das Existenzrecht Israels unterstrichen. Es stehe für katholische Christen in Deutschland außer Frage, unterstrich er im Gespräch mit dieser Zeitung. Ausdrücklich wandte sich Bischof Wilmer gegen die Diskriminierung und Bedrohung von Juden in aller Welt und erklärte: „Antisemitismus ist Sünde“. 

Zwischen Hamas und Palästinensern unterscheiden

Gleichzeitig stehe die Kirche an der Seite der friedliebenden Palästinenser, die in dieser Zeit großes Leid erfahren und sich von der Welt alleingelassen fühlen. Während seiner Israelreise in diesem Monat habe er gehört: „Wir sind Palästinenser, aber wir sind nicht Hamas."
Er habe von palästinensischen Christen gehört, dass ihre Stimme zu wenig wahrgenommen werde. Wörtlich erklärte der Bischof: „Christliche Palästinenser brauchen unsere Aufmerksamkeit. Die Christen im Heiligen Land leisten einen unschätzbaren Dienst für die Gesellschaft, für das Zusammenleben, für den Frieden. Ich denke hier an die christlichen Schulen, an Krankenhäuser und Friedensinitiativen.

Lesen Sie auch:

Es muss uns als Christen in Deutschland und in der Welt ein Anliegen sein, unsere Geschwister im Glauben zu sehen, ihre Not zu erkennen. Dabei können wir von ihnen lernen. Die palästinensischen Christen sind Experten für den interreligiösen Dialog des Alltags. Sie leben mit Muslimen und Juden im Heiligen Land zusammen. Sehr oft in guter Nachbarschaft, sehr oft in engen Freundschaften. Die palästinensischen  Christen sind eine der Keimzellen für eine friedliche Zukunft des Landes.“ DT/reg

Das ganze Interview mit Bischof Wilmer lesen Sie in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“.

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