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Seewald: Papst Benedikt leidet

Kongress über Benedikt XVI. in Madrid. Papstbiograf Peter Seewald nahm per Zoom teil. Der Emeritus leidet.
Peter Seewald nahm per Zoom an einer Konferenz über Papst em. Benedikt XVI. teil.
Foto: Matthias Balk (dpa) | Der Journalist Peter Seewald - hier bei einer Buchvorstellung - nahm per Zoom an einer Konferenz über Papst em. Benedikt XVI. teil.

Der Papstbiograf Peter Seewald hat bei einem Kongress anlässlich des 95. Geburtstags von Benedikt XVI. in Madrid hervorgehoben, dass der emeritierte Papst leide. Seewald, der per Zoom an der Veranstaltung in der Madrider Universität San Pablo teilnahm, beschrieb dabei seinen Eindruck von einer persönlichen Begegnung mit dem Papst vor zwei Wochen: „Er ist ein sehr leidender Mensch geworden“. Joseph Ratzinger sei „eine der meistverkannten Persönlichkeiten unserer Zeit“, stellte der Autor der offiziellen Biografie über den emeritierten Papst fest. Er sei in Wahrheit kein Reaktionär, sondern ein Reformer.

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Man wird ihn nicht vergessen können

Seewald hob hervor, dass Benedikt XVI. das Papstamt modernisiert habe. Es habe ihm die Kraft gefehlt, das Amt weiter auszuüben. Natürlich könne man fragen, was geschehen wäre, wenn Benedikt XVI. nicht zurückgetreten wäre: „Franziskus wäre nicht gewählt worden, es hätte einen anderen Nachfolger gegeben, der Papst hätte vielleicht auch seine klare Linie weiter beibehalten können. Vielleicht hätte in Deutschland kein Synodaler Weg in dieser Form stattgefunden. Dann wäre der Kurs des Vatikans klar gewesen.“ Auch wenn dies Spekulationen seien lasse sich sagen, dass man von Papst Benedikt noch sehr viel für die Zukunft haben werde. „Dieser Papst wird nicht vergessen werden können“. DT/reg

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost einen ausführlichen Bericht über eine Konferenz zu Papst em. Benedikt.

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