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Nigerias Kardinal: Kommunion nur im Stand der Gnade

Die Lehre der Kirche habe sich nicht geändert, so Kardinal John Onaiyekan auf dem Eucharistischen Kongress in Budapest.
Eucharistischer Kongress: Lehre der Kirche habe sich nicht geändert
Foto: Robert Szaniszlo / Imago Images

Vor einem unwürdigen Kommunionempfang hat auf dem Internationalen Eucharistischen Kongress (IEC) in Budapest der nigerianische Kardinal John Onaiyekan gewarnt. Der emeritierte Erzbischof von Abuja sagte: „Die Lehre der Kirche hat sich nicht geändert.“ Gläubige, die zur Kommunion gehen, müssten im Stand der Gnade sein oder zuvor beichten. Der Segen sei für alle, aber die Kommunion nur für jene, die im Stand der Gnade sind. Auch jene Gläubigen, die unverheiratet zusammenleben oder nach einer Scheidung in einer zweiten, zivilen Ehe leben, dürften nicht zur Kommunion vortreten, auch wenn sie sich danach sehnen, so Onaiyekan am Donnerstag in Budapest.

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Volkssprache war Fortschritt

Ausgeschlossen von der Kommunion seien auch alle, die ein unkeusches Leben führen, mit unlauteren Mitteln ein Vermögen anhäufen oder eine Abtreibung vornahmen. Der Schwangerschaftsabbruch sei eine Todsünde; wer daran mitwirke, dürfe die Kommunion nicht empfangen, bevor er seine Sünden gebeichtet hat. Der nigerianische Kardinal sagte, die Kirche dürfe nicht in die Arena der Politik steigen. Klar sei aber, dass ein katholischer Politiker die Pflicht habe, die moralischen Prinzipien zu verteidigen und sich zumindest klar zu bekennen. Durch die Beichte gebe es für Katholiken aber immer einen Weg zurück zum Kommunionempfang.

Zugleich wandte sich der langjährige Erzbischof der nigerianischen Hauptstadt Abuja gegen jegliche Schauspielerei und jeden Personenkult in der Liturgie. „Wir gehen nicht zur Messe, um Publikum bei einer Aufführung zu sein, sondern um gemeinsam zu feiern.“ Ein großer Fortschritt bei der Inkulturation sei der Übergang vom Latein zur Volkssprache gewesen, erzählte Kardinal Onaiyekan aus seiner Erfahrung in Nigeria.

Zur Lage im westafrikanischen Nigeria, wo jeweils eine Hälfte der 200 Millionen Einwohner Christen beziehungsweise Muslime sind, sagte Onaiyekan lediglich, dass das Verhältnis zu den Muslimen sehr herausfordernd sei. Aber: „Wir haben keine Angst, denn Christus ist bei uns!“  DT/sba

 

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