Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Papstbesuch in Bratislava

Morningbriefing: Bratislava erwartet den Papst

Um 15 Uhr 30 wird der viertägige Besuch von Papst Franziskus in der Slowakei am heutigen Sonntag offiziell beginnen.
Bratislava erwartet den Besuch von Papst Franziskus.
Foto: Alessandra Tarantino (AP) | Im Laufe des Tages wird der Papst nach Slowenien reisen. Bratislava erwartet den Besuch von Papst Franziskus.

Nicht weniger als ein Fest des Glaubens soll seine heute beginnende Reise in die Slowakei werden, versprach Papst Franziskus beim Angelusgebet am 5. September auf dem Petersplatz in Rom. „Es werden Tage der Anbetung und des Gebets im Herzen Europas sein“, so der argentinische Pontifex, der sich unmittelbar nach der Abschlussmessfeier auf dem Eucharistischen Kongress in Budapest per Flugzeug auf den Weg in die slowakische Hauptstadt Bratislava begeben wird.

Lesen Sie auch:

Feier im byzantinischen Ritus und zahlreiche Begegnungen geplant

Das Programm der vom 12. bis zum 15. September datierten Reise ist, wie bei Auslandsreisen der Bischöfe von Rom üblich, mit Heiligen Messen und zahlreichen Begegnungen gefüllt. Als liturgischer Höhepunkt des Slowakei-Besuches muss sicherlich die bereits jetzt als historisch zu bezeichnende Feier der Chrysostomos-Liturgie am Dienstagvormittag um 10 Uhr 30 auf dem "Mestská športová hala"-Platz in Presov gelten. Doch auch die Abschlussmesse auf dem Feld vor dem Nationalheiligtum mit der großen Feier zu Ehren der Schmerzhaften Muttergottes, der Schutzpatronin der Slowakei, am Mittwoch um 10 Uhr in Sastin dürfte das Herz gläubiger slowakischer Katholiken höher schlagen lassen .

Hinzu kommen Begegnungen mit hohen Würdenträgern aus Politik und Gesellschaft sowie mit den slowakischen Bischöfen, Priestern, Ordensleuten, Seminaristen und Katechisten, aber auch mit Vertretern der dortigen jüdischen Gemeinschaft, der Gemeinschaft der Roma sowie jungen Gläubigen.

Wenige Termine am Sonntagnachmittag

Hinter einer anderen „Begegnung“ steht jedoch noch ein kleines Fragezeichen: Nämlich der Begegnung mit den Gläubigen sowie den „Menschen guten Willens“ in der Slowakei. Nachdem zunächst aufgrund der Corona-Pandemie nur Geimpfte Zugang zu den Veranstaltungen mit Papst Franziskus haben sollten, wurde dieses schließlich um Genesene und negativ Getestete erweitert.

Die Furcht, dass der Papst-Besuch zu einem Superspreader-Event werden könnte, ist scheinbar der Furcht vor einem Papstbesuch der „leeren Ränge“ gewichen, die einem Land, in dem sich beinahe 70 Prozent der Einwohner zum katholischen Glauben bekennen, nicht besonders gut zu Gesicht gestanden hätte. Ob die relativ kurzfristige Lockerung der Coronaregeln für den Papstbesuch jedoch die Besucherzahlen nennenswert in die Höhe treiben werden, bleibt abzuwarten.

Ungeachtet dieser Überlegungen wird es der Heilige Vater zum Auftakt seiner Reise etwas ruhiger angehen lassen: Gleich nach seiner Ankunft auf dem Internationalen Flughafen Bratislava wird es zu einer Ökumenischen Begegnung mit Vertretern anderer christlicher Konfessionen in der Apostolischen Nuntiatur in Bratislava kommen – im Anschluss lässt der „Jesuiten-Papst“ Franziskus den Abend bei einer privaten Begegnung mit den Mitgliedern der Gesellschaft Jesu ausklingen.

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost einen umfassenden Bericht über die Papstreise nach Slowenien.

Themen & Autoren
Stefan Ahrens Bischof Katholikinnen und Katholiken Papst Franziskus

Weitere Artikel

Bruder Augustin fährt mit jungen Menschen nach Paris, zum Papst. Mit der „Tagespost“ spricht er über Neutaufen, die marianische Dimension der Papstreise, Berufung und Robert Schuman.
25.09.2026, 08 Uhr
Elisabeth Hüffer
Bischof Matthieu Rougé von Nanterre im Gespräch über den Besuch von Leo XIV. in Frankreich, der wider Erwarten zu einem Großereignis geworden ist.
24.09.2026, 07 Uhr
Guido Horst

Kirche

Zehn Jahre „Amoris laetitia“: Der DBK-Vorsitzende lobt die „hohe Kunst des Zuhörens“ beim Treffen in Rom und nimmt die Erkenntnis mit, dass sich die Kirche weiterentwickelt.
16.10.2026, 11 Uhr
Meldung
Kurienkardinal Luis Antonio Tagle ist neuer Dekan des Kardinalkollegiums. Einst galt er als charismatischer Hoffnungsträger. Doch konnte er die Erwartungen in Rom erfüllen?
15.10.2026, 11 Uhr
Guido Horst
Die Piusbruderschaft hat in Rom Beschwerde gegen die Exkommunikation eingelegt. Der Kölner Offizial Peter Fabritz erläutert die rechtlichen Folgen.
16.10.2026, 11 Uhr
Regina Einig
Nach ihm ist St. Gallen benannt: Der heilige Gallus errichtete dort eine Einsiedelei. Auch in Füssen, Kempten und am Bodensee ist er noch heute ein Begriff.
16.10.2026, 05 Uhr
Claudia Kock