Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Warschau

Kardinal Sarah: An Lehre der Kirche festhalten

Es gebe keine Erlösung, wenn der Mensch nicht an Offenbarung und Lehre festhält, meint Kurienkardinal Robert Sarah bei der Präsentation der polnischen Fassung seines aktuellen Buches „Herr, bleibe bei uns“. Die deutsche Kirche leide besonders unter der derzeitigen Krise.
Kardinal Sarah stellt neues Buch in Warschau vor
Foto: Polnische Bischofskonferenz | Die Kirche habe keine Zukunft, wenn sie nicht bete, so Kardinal Sarah in Warschau. "Halten Sie an die Lehre der Kirche fest und beten Sie."

Bei der offiziellen Präsentation der polnischen Fassung seines aktuellen Buches „Herr, bleibe bei uns“ in Warschau im Gebäude der Polnischen Bischofskonferenzen hat Kurienkardinal Robert Sarah dazu aufgefordert, an der „Jahrhundertealten Lehre der Kirche, die sich nicht ändert“ festzuhalten. Es gebe, so der römische Kardinalpräfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, „keine Erlösung, wenn der Mensch nicht an Offenbarung und Lehre festhält“. Die Kirche habe keine Zukunft, wenn sie nicht bete. Niemand habe eine Zukunft, wenn er nicht bete. „Ich möchte Ihnen dasselbe wiederholen: Halten Sie an die Lehre der Kirche fest und beten Sie.“

Verlust des Glaubens an die wahre Gegenwart Jesu in der Eucharistie

Dabei nannte Sarah als Ursache für Krisen in Kirche und Gesellschaft einen „Verlust des Glaubens an die wahre Gegenwart Jesu in der Eucharistie“. Aus Sicht von Sarah „befinden wir uns heute in einer ähnlichen Situation wie die Apostel am Karfreitag. Wir betrügen Jesus heute genauso wie Judas. Aber gleichzeitig sind wir in der Zeit der Jünger, die nach Emmaus gehen - wir sind verzweifelt, aber in unserer Verzweiflung und Verwirrung kommt Christus zu uns. Und er führt uns durch sie hindurch und erklärt uns seine Geschichte. Das ist Lectio Divina. Und die Reise endet am heiligen Tisch, der Eucharistie.“

Beten, dass das Buch in Deutschland akzeptiert wird

Ausdrücklich ging Kardinal Sarah auf die deutsche Ausgabe seines Buches ein, die am 21. November 2019 in der Benediktinerabtei St. Georg in Weltenburg vorgestellt wird. „Die Deutschen baten mich, in das Buch ein Gebet für die Kirche in Deutschland einzufügen. Deshalb habe ich in der deutschen Ausgabe dieses Buches ein Gebet ergänzt, weil diese Kirche unter der Krise, die wir gerade erleben, besonders leidet. Und ich wurde gefragt, dafür zu beten, dass dieses Buch in Deutschland akzeptiert wird.“

DT/mee

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen. Kostenlos erhalten Sie die aktuelle Ausgabe

Themen & Autoren
Redaktion Bischofskonferenz Jesus Christus Kirche und Gesellschaft Robert Sarah

Weitere Artikel

Die US-Bischöfe weihten die USA dem Heiligsten Herzen Jesu und riefen dazu auf, die eigene Identität nicht aus Erfolg und Leistung, sondern aus Gottes Liebe zu empfangen.
12.06.2026, 14 Uhr
Meldung
„Wissen muss mit Gewissen zu tun haben“, fordert der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl beim Festakt zum 80. Geburtstag der Katholischen Hochschulgemeinde Wien.
29.05.2026, 14 Uhr
Laetitia Mayr

Kirche

Bei einer Podiumsdiskussion in der Konrad-Adenauer-Stiftung sprechen führende Kirchenvertreter aus der Ukraine über Glaube im Krieg und eine möglich Aussöhnung mit Russland.
30.06.2026, 17 Uhr
Michael Leh
Den Synodalen Weg in seinem Lauf hält offenbar weder Papst noch Kurie auf: Die eigentlich obsolete deutsche Kommission zur Frauenweihe sucht Mitglieder.
30.06.2026, 11 Uhr
Regina Einig