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Kardinal Grech: Vom Heiligen Geist leiten lassen

In seiner Predigt im Petersdom rief der Generalsekretär der Weltsynode die Synodalen auf, die Früchte der Synode nicht für sich zu behalten, sondern die Gemeinschaft zu suchen und im Dialog mit dem Heiligen Geist zu bleiben.
Kardinal Mario Grech

Kurz vor Ende der Weltsynode in Rom hat der Generalsekretär der Bischofssynode, Kardinal Mario Grech, in seiner Predigt während der Votivmesse zum Heiligen Geist am heutigen Montag im Petersdom die Synodenteilnehmer dazu aufgerufen, „als Gemeinschaft den Dialog mit dem Heiligen Geist zu suchen“. Wenn die Gläubigen auf die Stimme des Geistes hörten, würden sie „neue Wege erkennen und ‚als Pilger der Hoffnung auf dem synodalen Weg zu denen weitergehen, die noch auf die Verkündigung der Frohen Botschaft des Heils warten!‘", zitierte er aus dem Instrumentum Laboris für die Weltsynode.  

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Mit Blick auf das Evangelium des Tages erklärte Grech in seiner Predigt, die „Vatican News“ im Wortlaut dokumentiert, dass es nun, am Ende der Synode, nicht darum gehen könne, das „Gute und Schöne, das Jesus uns in dieser Synode anvertraut“, zu horten, sondern Jesus lade ein, „die Gemeinschaft zu suchen, da er die Gier und das Streben nach Besitz als die Wurzel der Spaltung identifiziert“. 

Die Gemeinschaft suchen

Der Mann im Gleichnis habe nicht daran gedacht, so der Kardinal, „dass er vielleicht, um die Güter, über die er verfügt, zu nutzen, weiterarbeiten muss, um neue Lösungen zu finden, um zu sehen, wie sich das Feld entwickelt“. Für ihn sei die geerntete Frucht der Endpunkt. 

Das stimme nicht ganz, so Grech. Sie sei auch der Anfangspunkt. Und auch das Ende der Synode sei ein Anfang. Grech wörtlich: „Unsere Reise war reich an Früchten: Sie hat uns geholfen, die Gaben zu sehen, die heute im Volk Gottes blühen, ohne unsere Schwächen und Wunden zu verbergen. Aber als Jünger des auferstandenen Herrn konnten wir erkennen, dass sich gerade in unserer Schwäche die Stärke Gottes offenbart.

Die Früchte der Synode müssten geteilt werden. „Wie im Gleichnis Jesu dürfen wir nicht in der Versuchung verharren, das Erreichte für uns zu behalten.“ Vielmehr seien wir gerufen, „die Gemeinschaft zu suchen und uns vom Heiligen Geist leiten zu lassen, denn nur der Heilige Geist kann uns befähigen, für die Neuheit Gottes offen zu bleiben“, so der Generalsekretär.

Auf das Überfließen des Heiligen Geistes warten

Besonders wichtig sei es, wie in einem „kontinuierlichen Pfingstfest“ mit dem Heiligen Geist im Dialog zu sein, sich vom ihm erleuchten zu lassen und auf jenes Überfließen zu warten, das das Zeichen seines Eingreifens sei. Denn wenn der Mensch nur auf sich selbst höre, werde er „auf Zeit leben, ohne Hoffnung“, führte der Kardinal aus. „Langsam wird das, was wir gesammelt haben, verschwinden, ohne dass es durch das Neue ersetzt wird, das der Herr uns weiterhin schickt.“ 

Mit dem Hören auf den Geist Gottes hingegen, zitierte Grech aus dem zweiten Thessalonicherbrief, werde „der Abschluss dieser synodalen Versammlung nicht das Ende von etwas sein, sondern ein neuer Anfang, damit ‚das Wort Gottes sich ausbreitet und verherrlicht wird‘“.  DT/dsc

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