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Hollerich: „Nicht Macht, sondern Dienst“

Der Luxemburgische Kardinal kritisierte den deutschen Reformkurs. Es gehe zuviel um Macht, statt um Amt und Dient. Ziel der Weltsynode sei dagegen echte Synodalität mit Gemeinschaft, Teilhabe, Mission.
Kardinal Hollerich: „Die Synode ist ein geistlicher Prozess."
Foto: ©MASSIMILIANO MIGLIORATO/CPP / via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | „Die Synode ist ein geistlicher Prozess", sagte Kardinal Hollerich.

Wieder wird Kritik laut am Synodalen Weg. Der Luxemburger Kardinal Jean-Claude Hollerich verurteilte den deutsch-nationalen Kurs der katholischen Kirche in Deutschland. In einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ sagte der Generalrelator der Weltsynode am Donnerstag: „Wir müssen als katholische Kirche einen gemeinsamen Weg gehen und nicht sagen: 'Wir machen das und dann seht ihr, was ihr macht', nein. Das ist nicht der Sinn der Gemeinschaft der Kirchen und zwischen den Kirchen.“ 

„Gemeinsamem Gehen, Gemeinschaft, Teilhabe, Mission“

Auch den deutschen Fokus auf Machtverteilung zwischen Laien und Klerikern prangerte er an. In der Kirche müsse es um „Amt und Dienst“ gehen. Wenn der Dienst zur Macht pervertiert, haben wir ein Problem, sagte Hollerich. Die Frage sei nicht, „wie wir die Macht aufteilen, sondern wie wir zum Amt, zum Dienst zurückkehren können“. 

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Im Fokus der Weltsynode stehe die Synodalität. So werde es auf der Weltsynode auch nicht um Frauenpriestertum oder Homosexualität gehen, sondern um Frauen und um Homosexuelle „in dem Sinne, dass alle Menschen zur Kirche gehören.“ Man wolle gemeinsam gehen und vor allem aufeinander hören - Synodalität im Sinne von „gemeinsamem Gehen, von Gemeinschaft, Teilhabe, Mission“, so der Kardinal.

„Die Synode ist ein geistlicher Prozess“

Mit Blick auf den von Papst Franziskus angedachten Zeitplan — die zweite Sitzung soll erst nach einem Jahr stattfinden — sagte Hollerich: „Die Synode ist ein geistlicher Prozess. Und ein geistlicher Prozess braucht Zeit. Manchmal muss man sich in den Stuhl setzen und nachdenken, beten und dann weitermachen.“

Weitermachen wird Hollerich auch beim Thema „Segnung homosexueller Paare“. Dafür hatte er sich vor einiger Zeit ausgesprochen. Im Corriere-Interview räumte er ein, dass für solche Themen, die während der Diskussionsphase auch von einigen Diözesen aufgeworfen worden sind, keine Zeit sei in einer Synode. Wörtlich sagte er: „Wir können nicht alles in einer Synode machen“ und kündigte an: „Dann denke ich, dass die Synode ein Instrument für die Kirche sein wird, für den Wandel, dieses Ja".  DT/dsc

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