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30-Tage-Gebet für Muslime startet

Christen zum Gebet für Muslime ermutigen: Morgen startet parallel zum islamischen Fastenmonat Ramadan die Gebetsaktion "30 Tage Gebet für die islamische Welt". In diesem Jahr soll auf die Vielfalt innerhalb des Islam aufmerksam gemacht werden.
Fastenbrechen im Ramadan
Foto: Fredrik von Erichsen (dpa) | Der Hauptverantwortliche Reinhold Strähler ist überzeugt, dass das vereinte christliche Gebet im Ramadan konkrete Auswirkungen in der muslimischen Welt zeigt und erinnert an die beeindruckenden Bekehrungsbewegungen, ...

Parallel zum islamischen Fastenmonat Ramadan sind Christen aller Konfessionen auch in diesem Jahr vom 24. April bis zum 23. Mai zur Gebetsaktion „30 Tage Gebet für die Islamische Welt“ eingeladen.

Die internationale Initiative ist 1993 von Mitarbeitern der Mission im Nahen Osten ins Leben gerufen worden. Die Umsetzung im deutschsprachigen Raum organisieren aktuell die Deutsche, Österreichische und Schweizerische Evangelische Allianz. Ein Gebetskalender mit jährlich wechselndem Schwerpunkt liefert für jeden Tag einen Impuls und ein konkretes Gebetsanliegen, in diesem Jahr stehen unterschiedliche innerislamische Bewegungen im Fokus. Damit soll auf die Vielfalt innerhalb des Islam aufmerksam gemacht werden, erklärt der Hauptverantwortliche für Deutschland, Reinhold Strähler, gegenüber der „Tagespost“. Die Gebetsaktion, das wird auch mit diesem Anliegen deutlich, ist differenziert ausgerichtet.

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Materielle und geistliche Ebene berücksichtigen

Sowohl die materielle als auch die geistliche Ebene des Lebens der vielen Muslime weltweit soll berücksichtigt werden. „Wir möchten Christen ermutigen, für Muslime zu beten, für die Herausforderungen, in denen sie leben“, sagt Strähler und weist auf die enormen Spannungen und Probleme in vielen islamischen Ländern durch Armut, wirtschaftliche Krisen und Krieg hin. Gleichzeitig wünsche man sich sehr, dass Muslime die „Möglichkeiten haben, auch die alternative Sicht wahrzunehmen“ und Christus zu finden.

Die Webseite wie auch die Texte des Gebetskalenders, die in über 30 Sprachen übersetzt werden, sind eher vorsichtig gestaltet und formuliert. „Die Gebetsinitiative ist nicht der Platz, an dem wir uns mit den kritischen Punkten im Islam auseinandersetzen“, erklärt Strähler. Das geschehe an anderer Stelle, die Webseite bietet auch weiterführende Informationen zum Thema. Man wolle mit der Aktion vielmehr die Christen motivieren, abseits von Klischees „einmal die Menschen in den Blick zu bekommen“ mit ihren teils sehr unterschiedlichen Auffassungen ihrer eigenen Religion und ihren ganz eigenen alltäglichen Herausforderungen.

Weltweit von vielen Christen unterstützt

Das Gebet wird weltweit von vielen Christen unterstützt, durch seine eher universale Verfasstheit ist es schwierig, der Aktion einen unmittelbaren Einfluss auf bestimmte positive Entwicklungen zuzuschreiben. Strähler ist dennoch überzeugt, dass das vereinte christliche Gebet im Ramadan konkrete Auswirkungen in der muslimischen Welt zeigt und erinnert an die beeindruckenden Bekehrungsbewegungen, die seit gut 20 Jahren in der islamischen Welt zu beobachten sind.

Weitere Informationen und der Gebetskalender sind hier abrufbar

DT/ama

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