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Papst reist für interreligiösen Dialog nach Indonesien

Ist Demokratie möglich in einem Land, in dem viele Kulturen und Religionen aufeinanderprallen und eine korrupte Politik das Leben prägt? Papst Franziskus will mit Vertretern verschiedener Glaubensgemeinschaften sprechen.
Prabowo Subianto
Foto: IMAGO/LUKAS COCH (www.imago-images.de) | Prabowo Subianto wird der nächste Präsident von Indonesien. In ihn gesetzte Hoffnungen könnten enttäuscht werden.

Unter dem Motto ,,Glaube, Geschwisterlichkeit, Barmherzigkeit“ reist Papst Franziskus vom 2. bis 13. September diesen Jahres nach Indonesien, Papua-Neuguinea, Osttimor und Singapur. Das Motto ist Programm: In Indonesien herrschen seit dem Abgang des Langzeitherrschers General Suharto im Jahr 1998 Korruption, Vetternwirtschaft und die Infrastruktur ist marode.  Armut und soziale Ungleichheit kennzeichnen das Land der unzähligen Inseln, Kulturen, Sprachen, Ethnien und Religionen. Es sieht nicht danach aus, als würde es besser werden. Tagespost- Autor Thorsten Schreiweis beschreibt in seinem Artikel in der Tagespost die Situation vor Ort. 

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Am 20. Oktober wird Prabowo Subianto dem derzeitigen Präsidenten Jako Widodo im Amt nachfolgen. Widodo galt als demokratischer Hoffnungsträger in einem Land, in dem sich 87 Prozent der Bevölkerung zum Islam bekennen. Widodo entstammt keiner einflussreichen Familien und Seilschaften, die sich in der indonesischen Politik die Macht bisher aufteilten. Doch der gemäßigte Muslim hatte gegenüber islamisch-konservativen Kreisen vor allem in der Sozial- und Gesellschaftspolitik erhebliche Zugeständnisse gemacht: Demonstrationsrechte wurden beschnitten, Strafen bei Präsidentenbeleidigung verschärft, außerehelicher Geschlechtsverkehr und das unverheiratete Zusammenleben massiv eingeschränkt. 

Subiano - ein Mann politischer Gewalt?

Mit Subianto folgt ein Mann ins Amt, dem schwere Menschenrechtsverletzungen, Entführungen, Folter und politische Morde während der Suharto Diktatur vorgeworfen werden. Er steht exemplarisch für die Geschichte politischer Gewalt in Indonesien — nicht für Demokratie und politisch wie wirtschaftlichen Aufbruch. Es bleibt abzuwarten, ob die Bevölkerung Rückschritte in puncto Frieden, Freiheit, Sicherheit, Wohlstand und demokratischen Rechten wird hinnehmen müssen.

Der Fokus von Papst Franziskus wird auf dem interreligiösen Dialog liegen. In Jakarta, die seit dem diesjährigen indonesischen Unabhängigkeitstag am 17. August Indoneiens Hauptstadt ist, wird Franziskus die ,,Istiqlal”-Moschee besuchen, das größte muslimische Gotteshaus in Südostasien. Dort wird er Vertreter verschiedener Glaubensgemeinschaften treffen.  DT/dsc

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe eine Umfassende Darstellung der Situation in Indonesien von Thorsten Schreiweis.

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Vorabmeldung Menschenrechtsverletzungen Moscheen Muslime Papst Franziskus Suharto

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