Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Interview

„Papst Leo XIV. legt den Finger in die Wunde“

Im Gespräch mit der „Tagespost“ erklärt der Erziehungswissenschaftler Klaus Zierer, warum „Magnifica humanitas“ ein Weckruf für die Bildungspolitik ist.
Handy, KI, Stundenplan
Foto: Imago/Bihlmayerfotografie | Der Erziehungswissenschaftler Klaus Zierer fordert einen verantwortungsvollen Umgang mit KI in Schule und Bildung.

Herr Professor Zierer, in Ihrer jüngsten Stellungnahme schreiben Sie, das Bildungssystem müsse sich einer „kopernikanischen Wende“ unterwerfen und sich aus der „Babylonischen Gefangenschaft von Methoden und Medien“ befreien. Was meinen Sie damit konkret?

Seit Jahrzehnten versuchen wir das Bildungssystem mit Standards zu optimieren. Derweil ist das Ergebnis eindeutig und unterm Strich fatal: Trotz immenser finanzieller Anstrengungen und Steuerungsbemühungen der Bildungspolitik steckt Deutschland in einer Bildungskrise: die Lernleistungen sind so schlecht wie noch nie, die Zahl an psycho-somatischen Erkrankungen ist so hoch wie noch nie und die körperliche Verfassung ist ein Armutszeugnis. Trotz dieses unstrittigen Befundes kennt die Bildungspolitik aber nur ein Motto: Weiter so! Und am besten noch mehr vom Gleichen – als hätte das jemals aus der Krise geführt. Der Methoden- und Medienwahn ist dafür das beste Beispiel: Seit Jahren wird versucht, mit bestimmten Methoden und Medien das Bildungssystem zu reformieren. Ideologie wohin das Auge schaut: Hausaufgaben und Exen abschaffen, Projektunterricht statt Frontalunterricht, jedem Schüler ein Tablet, Smartboards statt Tafeln und dergleichen mehr. Dieser Allmachtsglaube an Methoden und Medien ist so tief verankert, dass die Bildungspolitik wie fremdgesteuert agiert und dabei ihren wesentlichen Auftrag aus den Augen verloren hat: die Bildung von Kindern und Jugendlichen und damit den Menschen!

Lesen Sie auch:

Sie kritisieren die Vorstellung von Schülern als „Kompetenzmaschinen“ und „Versuchskaninchen digitaler Werkzeuge“. An welchen Entwicklungen im Schulalltag machen Sie diese Tendenz besonders fest?

In der Folge des PISA-Schock aus dem Jahr 2001 wurden alle Lehrpläne umgebaut – weg vom Input hin zum Output. Das Ziel war, dass die Schüler nicht mehr nur etwas wissen, sondern vor allem auch etwas können sollen. Das Dogma der Kompetenzorientierung war geboren und schön früh wurde kritisiert, dass damit aber nicht Bildung abgedeckt wird. Denn Bildung umfasst mehr als nur Wissen und Können, geht es bei Bildung vor allem auch um die Frage, was hat das Wissen und Können mit mir zu tun, welche Bedeutung hat es für mich, welcher Sinn erschließt sich für mich daraus. Von all diesen Fragen ist heute nicht mehr viel übrig, weil im Zug der Kompetenzorientierung nur noch das etwas zählt, was sich messen lässt. Und damit werden Schüler zu Kompetenzmaschinen. Und genau an dieser Stelle setzt die Euphorie gegenüber digitalen Werkzeugen an, werden sie doch mit dem Versprechen verbunden, dass sie Bildung für alle ermöglichen: sie würden Lernen leichter, individueller, erfolgreicher machen. Obschon es aus empirischer Sicht früh Zweifel an diesen Heilsversprechen gegeben hat, agierte die Bildungspolitik wie geblendet und investierte Milliarden – bis heute. Das Ganze ohne die eigenen Maßnahmen auch nur im Ansatz vernünftig zu evaluieren. So sind Schüler in Deutschland bis heute Versuchskaninchen, während in anderen Ländern, zum Beispiel Schweden, Dänemark und Niederlande, der Digitalisierungswahn gestoppt wird. Evidenz gibt es inzwischen genug, die dem digitalen Versuchslabor ein Ende bereiten könnte, ja müsste.

Papst Leo XIV. warnt in seiner Enzyklika vor einer Kultur der Unmittelbarkeit und Überstimulation durch digitale Medien. Teilen Sie diese Diagnose? Welche Folgen beobachten Sie bei Kindern und Jugendlichen?

Die Postbank Digitalstudie hat im letzten Jahr festgestellt, dass jeder Deutsche im Schnitt fast 72 Stunden in der Woche online ist. Das sind fast drei Tage in der Woche und mehr als zehn Stunden am Tag! Damit steht völlig außer Frage, was Papst Leo XIV. anmahnt: Das Leben der Menschen wird zusehends digitaler und ist durch eine permanente und nie enden wollende Digitalisierung durchflutet. Die daraus resultierenden Folgen sind besonders bei Kindern und Jugendlichen sichtbar: sinkende Aufmerksamkeitsspannen und Lernleistungen, zunehmende Vereinsamung und Depressionen, miserable körperliche Verfassung und Fitness. Der Schaden der digitalen Medien ist nicht zu übersehen – auch bei vielen Erwachsenen. Wer heute noch nicht erkannt hat, dass digitale Medien ein Angriff auf die Menschlichkeit sind, der ist entweder blind oder naiv.

Welche Bedeutung hat Künstliche Intelligenz heute für Schülerinnen und Schüler?

Es steht außer Frage, dass KI eine technische Errungenschaft ist. Aber die entscheidende Frage lautet aus pädagogischer Sicht: welchen Nutzen hat sie für die Bildung? Hier zeigen Studien eindeutig, dass ein naiver Einsatz gefährlich ist: Wer KI nutzt, um seine Hausaufgaben zu machen, Referate zu erstellen oder gar Aufsätze zu schreiben, der hat zwar am Ende des Tages seine Pflichten erfüllt, aber nichts gelernt und nichts verstanden. Leider ist es genau dieser naive Einsatz, den Schüler suchen. Denn er nimmt die Anstrengung des Lernens, führt schnell zum Ergebnis, gibt Sicherheit. KI ist, wie jede Technik, weder gut noch schlecht. Es kommt immer darauf an, wie Menschen die Technik nutzen, gerade wenn es um Bildung geht. Je leistungsfähiger die Technik ist, desto mehr Möglichkeiten, aber auch Gefahren bringt sie mit sich. So wie KI heute von der Mehrheit der Menschen und auch der Schüler eingesetzt wird, ist sie im Bildungsbereich kein Heilsbringer, sondern ein Kopfschuss schlechthin. Sie nimmt nämlich dem Menschen das ab, was ihn zum Menschen macht und was für Bildung wesentlich ist: das Denken. Deswegen fordert Papst Leo XIV. auch, dass KI zu entwaffnen sei. Neben politischen Maßnahmen und eine Verpflichtung der Konzerne hin zu einem menschenfreundlicheren Design ist der beste Schlüssel dafür ohne Frage Bildung.

Wie sollten Schulen junge Menschen auf den Umgang mit KI vorbereiten? Welche Kompetenzen sind aus Ihrer Sicht wichtiger als technische KI-Kenntnisse?

Die Logik ist im Kern ganz einfach: Die Möglichkeiten der digitalen Welt und damit auch einer KI basieren immer auf den Grundfesten der analogen Welt. Wer gelernt hat, kritisch und kreativ zu sein, kommunikativ und kollaborativ zu arbeiten, sich selbst und andere infrage zu stellen, der wird mit jeder Technik so umgehen können, dass er die Technik nicht nur bedienen kann, sondern dass die Technik ihm dient. Der Mensch, der denken kann, konkret lesen, rechnen und schreiben, und insofern die Autorschaft seines eigenen Lebens verantwortungsvoll übernehmen kann, der wird jeder Technik Herr werden. Diese Kompetenzen sind im Zentrum eines humanen Bildungsverständnisses. Alle, die heute davon schwadronieren, dass Schüler prompten lernen sollen oder Algorithmen erklären sollen, haben nicht verstanden, dass diese KI-Kenntnisse im Vergleich zu einem humanen Bildungsverständnis sekundär, ja sogar bedeutungslos sind. Keiner von uns weiß, welche Technik in fünf oder zehn Jahren kommen wird, wie auch keiner wusste, dass eines Tages Smartphones oder Chatbots das Leben von Milliarden Menschen beeinflussen werden. Aber allen muss das Konstante klar sein: der Mensch mit seinen Möglichkeiten und seinen Grenzen, die sich in seiner Existenz zeigen. Diese ist geprägt von seiner Freiheit und diese kraft seiner Vernunft zu nutzen. Denken ist dafür unerlässlich und kann, ja darf nicht an irgendeine KI ausgelagert werden.

Sie schreiben, der häufig geforderte Erwerb von „KI-Kompetenz“ führe in die Irre. Was verstehen Sie stattdessen unter guter Bildung im Zeitalter der KI?

Bildung versteht sich als die verantwortungsvolle Übernahme der Autorschaft des eigenen Lebens. Insofern geht es hierbei nie nur um bestimmte Kompetenzen, die in bestimmten Fächern oder Bereichen zu erwerben sind. Vielmehr stellt sich immer auch die Frage nach dem Sinn und der Bedeutung: Was macht das Gelernte mit mir? Wie verändert es meinen Blick auf mich und auf die Welt? Und damit wird auch deutlich, dass Bildung nicht nur die Autorschaft des eigenen Lebens meint, sondern immer auch die Mitautorschaft einschließt. Denn kein Mensch bildet sich allein, ist er immerzu eingebunden in ein Miteinander. Ohne dieses grundlegende Verständnis bleiben alle KI-Kompetenzen, wie auch alle anderen fachlichen Kompetenzen, ohne Fundament und damit bedeutungslos. Programmieren um des Programmierens willen oder Prompten um des Prompten willens ist hohles Kompetenzgehabe.

In der Enzyklika heißt es, Schule solle ein Ort sein, an dem junge Menschen lernen, die Wahrheit zu suchen und zu lieben. Wie kann dieser Anspruch im Schulalltag konkret verwirklicht werden?

Wahrheit ist ein schillernder Begriff und es ist bemerkenswert, dass Papst Leo XIV. diesen aufgreift. In der Kirche, so könnte man ja meinen, geht es doch weniger um Wahrheit als vielmehr um Glauben. Allerdings hat der Wahrheitsbegriff verschiedene Facetten: eine objektive, wenn es um die sachliche Realität geht, eine subjektive, wenn es um individuelle Sinnfragen geht, und eine soziale, wenn es um Wertefragen der Gemeinschaft geht. KI kann nie all diese Facetten abdecken, aber Bildung lebt davon und deswegen muss Schule der Ort sein, an dem Wahrheit in all ihren Facetten gesucht wird. Und da diese Suche nach Wahrheit im Kern die Autorschaft des eigenen Lebens bedeutet, folgt daraus, dass diese Wahrheit zu lieben ist wie das eigene Leben. In Schule und Unterricht kann diese Wahrheitssuche und -liebe in jeder Stunde verwirklicht werden, wenn das Ziel nicht nur ist, Wissen und Können zu vermitteln, sondern immer auch danach gefragt wird, was dieses Wissen und Können mit mir und mit uns zu tun hat: Warum soll ich das lernen? Warum ist das wichtig für mich und für uns? Welche Bedeutung hat das Thema für mein Leben und unsere Gesellschaft? Und welcher Sinn erschließt sich dadurch für mich? Das sind beileibe keine einfachen Fragen, aber die entscheidenden, wenn Schule und Unterricht bildungswirksam werden sollen. 

Welche Impulse aus „Magnifica humanitas“ werden Ihrer Ansicht nach in der deutschen Bildungsdebatte bislang zu wenig beachtet?

Ich habe den Eindruck, dass die Enzyklika des Heiligen Vaters insgesamt bis heute zu wenig beachtet wurde – das kann sich aber noch ändern, was ich hoffe, ist er für über eine Milliarden Katholiken weltweit das Sprachrohr. In einer Zeit, in der leichtfertig über Kriege gesprochen wird, an allen Ecken und Enden Anfeindungen auf der Tagesordnung stehen, Profit und Habgier über Menschlichkeit herrscht, ist es bemerkenswert, wenn Papst Leo XIV. genau an dieser Stelle seinen Schwerpunkt setzt und mahnende Worte spricht. Dass er dabei auch das Bildungssystem erwähnt, zeigt seine Weitsicht, legt er damit den Finger in die Wunde. Denn nicht nur der Wohlstand einer Gesellschaft, sondern auch der Zusammenhalt sind unmittelbar mit dem Bildungsniveau der Menschen verbunden. Hier nennt er aus meiner Sicht drei wichtige Botschaften, die mehr beachtet werden müssen: Erstens muss es im Bildungssystem wieder mehr als bisher um die Menschen gehen. Sie wurden in den letzten Jahren unter einer ständigen Standardisierung aus den Augen verloren. Zweitens hat eine naive Digitalisierung im Bildungssystem zu einer Entmenschlichung geführt, weil Technik vor Pädagogik gestellt wurde. Derweil ist unstrittig, dass ohne Pädagogik keine Technik bildungswirksam werden kann. Und drittens müssen die wichtigsten Erziehungsinstanzen gestärkt werden: Familie und Schule. Beide sind entscheidend für eine Wertorientierung in einer unsicheren Zeit. 

Sie betonen die Bedeutung von Schule und Familie als Bildungsorte. Inwiefern hat die Digitalisierung das Verhältnis zwischen beiden Institutionen verändert?

Zunächst hat Digitalisierung das Verständnis der Institutionen selbst verändert. Wenn Sie heute in Familien schauen, dann finden Sie vielfach die Situation vor, dass Kinder ebenso wie Eltern am Esstisch sitzen und nur noch wischen. Keiner hat sich mehr etwas zu sagen. Alle Fragen beantwortet der Chatbot und kommuniziert wird über Messangerdienste. Technik hat Familien im Kern erschüttert und vielfach entzweit. In der Schule sieht es leider nicht viel anders aus. Was geht am Tag an Unterrichtszeit drauf, weil Lehrer damit beschäftigt sind, die Technik zum Laufen zu bringen oder die Geräte der Schüler zu kontrollieren? Damit ist auch die Basis jeder Pädagogik angegriffen: Vertrauen! Sie wird in Zeiten von Smartphones, Tablets und Co., die Betrug so leicht wie noch nie machen, durch Misstrauen ersetzt. Und oben drauf verändert Digitalisierung das Verhältnis zwischen Familie und Schule: die Kommunikation wird aufs Digitale verlagert. Kein Anruf mehr bei Krankmeldung, sondern nur noch ein Eintrag im digitalen Klassenbuch. Keine Lehrer-Eltern-Gespräche mehr zwischen Tür und Angel, sondern nur noch per Mail in der Schul-App. Digitalisierung macht auf den ersten Blick vieles einfacher, aber immer auf Kosten der Menschen. Es nimmt, um mit Hartmut Rosa zu sprechen, Handlungsspielräume, weil sie Kommunikationen aus konkreten Situationen heraus in standardisierte Konstellationen führt. Mit diesem Verschwinden der Handlungsspielräume verschwinden auch die Menschen mit ihren Existenzen.

Lesen Sie auch:

Wenn Sie der deutschen Bildungspolitik nach der Lektüre der Enzyklika drei Empfehlungen geben könnten: Welche wären das?

Erstens stoppt den Digitalisierungswahn! Seit Jahren überfluten wir die Klassenzimmer und auch die Kinderzimmer mit immer mehr Technik. Die negativen Effekte sind verheerend und bringen Alt und Jung um den Verstand. Zweitens forciert Leistung! Seit Jahren tun wir alles, damit Bildung einfacher, leichter, gleicher wird. Bildung ist aber all das eben nicht. Sie ist anstrengend, fordert heraus, zeigt Grenzen auf und führt zu Unterschieden. Und drittens entrümpelt die Lehrpläne! Sie enthalten zu viel Inhalte und Kompetenzen, die zwar aus fachlicher Sicht wichtig sind, aber eben nicht für die Bildung von Kindern und Jugendlichen. Das lässt sich schon allein dadurch erreichen, dass wir weniger in die Breite der Fächer lernen und stattdessen mehr Tiefe durch Lebensnähe erreichen. Durch diese drei Punkte kommen wir der „Magnifica humanitas“ einen deutlichen Schritt näher.


Der Interviewpartner lehrt als Ordinarius für Schulpädagogik an der Universität Augsburg. 

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Jakob Naser Chatbots Leo XIV.

Weitere Artikel

Ein Handyverbot muss einhergehen mit einer Pädagogik, die Herz, Kopf und Hand bildet, so der KEG-Landesvorsitzende Martin Goppel und Klaus Zierer im Interview mit der „Tagespost“.
27.02.2026, 13 Uhr
Regina Einig
Wissenschaftler, unter ihnen Elmar Nass und Klaus Zierer, erklären gegenüber der „Tagespost", warum sie für das Kreuz in bayerischen Klassenzimmern sind.
24.07.2025, 15 Uhr
Sebastian Sasse
Die Jahrestagung der Päpstlichen Stiftung „Centesimus annus“ unterstrich den Wert der kirchlichen Soziallehre und ihrer Prinzipien in Zeiten des Chaos und der Krisen.
04.06.2026, 13 Uhr
Guido Horst

Kirche

Beim ersten Besuch Papst Leos in Spanien zeigt sich die Kirche von ihrer starken Seite.
05.06.2026, 15 Uhr
Regina Einig
Das Benedikt XVI. Forum in Altötting zieht Priester, Ordensleute und Laien jeden Alters an. Der Kirchenrechtler Markus Graulich spricht über den Reiz der Veranstaltung.
05.06.2026, 10 Uhr
Regina Einig
Leo XIV. reist in ein polarisiertes Land, in dem ihm Gläubige und Kirchenferne zuhören werden.
05.06.2026, 09 Uhr
Regina Einig
Mit der Ernennung der EWTN-Journalistin Maria Montserrat Alvarado zeigt Papst Leo XIV., dass er weder ein zweiter Franziskus noch ein Anti-Franziskus ist.
04.06.2026, 11 Uhr
Sebastian Ostritsch