Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Herzogenrath

Rodheudt warnt: Synodaler Weg ist eine Art Reformation 2.0

Die aktuellen Papiere des Synodalen Wegs würden den Priester unsichtbar machen, fürchtet Pfarrer Guido Rodheudt. Auch der Stellenwert der Sakramente drohe relativiert zu werden.
Kritik am Synodalen Weg
Foto: Synodaler Weg/Besim Mazhiqi | Ziel der synodalen Beschluss-Vorschläge sei es, das Priesteramt durch Maßnahmen wie die Abschaffung des Pflichtzölibats und die „Umformung eines priesterlichen Profils“ unsichtbar werden zu lassen, so Rodheudt.

Der Aachener Pfarrer Guido Rodheudt warnt in der aktuellen Ausgabe der Tagespost vor dem angestrebten Priesterbild des Synodalen Wegs, das in den neuen Beschlussvorschlägen zum Vorschein komme. 

Lesen Sie auch:

Der Priester würde nicht abgeschafft werden, aber „zwischen den Reihen sonstigen Pastoralpersonals unsichtbar werden“, fürchtet Pfarrer Guido Rodheudt für den Fall, dass die nun vorliegenden Anträge bei der Synodalversammlung Anfang Februar in Frankfurt angenommen werden. Rodheudt zeigt in einer Analyse der Anträge in der Tagespost, was dem Priesteramt bevorstehen könnte.

Emanzipation der Herde von den Hirten

Pfarrer Guido Rodheudt

Ziel der synodalen Beschluss-Vorschläge sei es, das Priesteramt durch Maßnahmen wie die Abschaffung des Pflichtzölibats und die „Umformung eines priesterlichen Profils“ unsichtbar werden zu lassen. Der Stellenwert der Sakramente, für die der Priester notwendig sei, solle durch pastorale Angebote von nicht-priesterlichen Personen relativiert werden. Es gehe den Autoren dieser Papiere um „eine Emanzipation der Herde von den Hirten“. Die reformatorischen Schachzüge des Synodalen Weges zielten, in Diskontinuität mit dem Rest der katholischen Kirche, auf eine denkerische Einebnung zwischen Gott und Welt ab.  DT/sjd

Lesen Sie die ausführliche Analyse der Anträge bei der Synodalversammlung von Pfarrer Guido Rodheudt in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

Themen & Autoren
Vorabmeldung Pfarrer und Pastoren Synodaler Weg

Weitere Artikel

Was als zwangloser Treffpunkt begann, zieht inzwischen Dutzende junge Menschen an: In Berlin-Schöneberg entsteht fernab kirchlicher Strukturen ein katholisches Netzwerk.
02.08.2026, 15 Uhr
José García
Synodalität und Laienapostolat: Bischof Ricardo García García von der Prälatur Yauyos in Peru warnt vor ermüdenden Sitzungen und ermutigt Laien zum Engagement jenseits des Kirchenraums.
31.07.2026, 19 Uhr
Regina Einig
Wie sollen glaubenstreue Priester ihrem Bischof künftig gehorchen, wenn der deutsche Sonderweg in puncto Segensfeiern von Rom nie gebilligt worden ist? 
15.10.2025, 19 Uhr
Regina Einig

Kirche

Tod in der Arena oder lebendig begraben im Bergbau? Im dritten Jahrhundert wurden auch Päpste zu Märtyrern. Der 13. August ist der Gedenktag des heiligen Papstes Pontianus.
12.08.2026, 21 Uhr
Claudia Kock
Wer und was in deutschen Bistümern willkommen ist, zeigt sich besonders deutlich im Umgang mit der traditionellen lateinischen Messe und der Priesterbruderschaft St. Pius X.
11.08.2026, 20 Uhr
Jakob Naser
Dass die katholische Kirche angesichts der Krise in Ceuta als Stimme der Vernunft wahrgenommen wird, liegt vor allem an Erzbischof Rocha. Er appelliert an den gesunden Menschenverstand.
11.08.2026, 11 Uhr
Regina Einig
Die Laienpredigt ist vom Vatikan nicht erlaubt. Wenn er davon erfahre, dass nicht geweihte Menschen predigten, werde er aber nicht disziplinarisch eingreifen, so der Mainzer Bischof.
11.08.2026, 06 Uhr
Meldung
Wilhelm II. besuchte 1898 Jerusalem. Was sich daraus über die religionspolitischen Ziele des Kaisers lernen lässt.
10.08.2026, 09 Uhr
Benjamin Hasselhorn