Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Synodaler Weg

EWTN-Direktor Rothweiler: Kirche wird systematisch verändert

Der Synodale Weg strebe eine „Reformation 2.0“ an, so der Programmchef von EWTN Deutschland. Man wolle sich von Teilen der kirchlichen Lehre verabschieden.
Synodale Weg strebt eine „Reformation 2.0“ an
Foto: Maximilian von Lachner/Synodaler Weg | Mit dem Schlagwort „Geschlechtergerechtigkeit“ wolle man „im Widerspruch zum Lehramt den Zugang von Frauen bzw. ,Nicht-Männern‘ – so der Synodalsprech bei Abstimmungen – zu allen Weiheämtern durchsetzen“, so Rothweiler.

Martin Rothweiler, Programmdirektor des katholischen Fernsehsenders EWTN Deutschland, hat sich besorgt über die Entwicklungen im Zuge der letzten Vollversammlung des Synodalen Wegs gezeigt. Was von einer großen Mehrheit der Synodalen und auch der Bischöfe angestrebt werde, „ist in letzter Konsequenz eine Reformation 2.0“, schreibt Rothweiler in einem Gastbeitrag für das Online-Portal „katholisch.de“.

"Systemischen Wandel" vorantreiben

Nach Ansicht Rothweilers gehe es beim Synodalen Weg um „mehr als eine Reform“. Auf der dritten Synodalversammlung sei deutlich geworden, dass die Synodalen „die Kirche systemisch verändern“ und sich „auf der Grundlage neuer Erkenntnisse der Humanwissenschaften von Teilen der kirchlichen Lehre verabschieden“ wollten.

Lesen Sie auch:

Mit dem Missbrauchsskandal als „alarmierendes ,Zeichen der Zeit‘“ im Rücken wolle die überwiegende Mehrheit einen „systemischen Wandel“ vorantreiben, so Rothweiler. Die Beschlüsse und Beschlussvorlagen des Synodalen Wegs bedeuteten „einen Paradigmenwechsel“. Der auf der Vollversammlung in Frankfurt verabschiedeten „Orientierungstext“ stelle laut Rothweiler die Weichen dafür: „Die ,Zeichen der Zeit‘ und der auf der ,Wahrheit des Gewissens‘ beruhende Glaubenssinn der Gläubigen gewinnen als theologische Erkenntnisquellen gegenüber Schrift, Tradition und Lehramt dermaßen an Bedeutung, dass sich alles relativieren lässt.“

Mit dem Schlagwort „Geschlechtergerechtigkeit“ wolle man „im Widerspruch zum Lehramt den Zugang von Frauen bzw. ,Nicht-Männern‘ – so der Synodalsprech bei Abstimmungen – zu allen Weiheämtern durchsetzen“. Rothweiler kritisiert, dass man nur den „Glaubenssinn der Zeitgenossen“ im Blick habe, nicht aber den Glaubenssinn derer, „die uns vorangegangen sind und uns den Glauben tradiert haben“.  DT/mlu

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Bischof Martin Rothweiler Reformation der christlichen Kirchen Synodaler Weg

Weitere Artikel

Seit 2000 in Deutschland, bietet der Sender dort mittlerweile täglich 24-stündiges Programm – um Christus zu den Menschen zu bringen. Grund, das am Samstag in Köln zu feiern!
03.10.2025, 14 Uhr
Meldung

Kirche

Die Bischöfe widersetzten sich den Bestrebungen der AfD, die Kirche zu diskreditieren, so der DBK-Vorsitzende Wilmer. Bald will er in Rom die Satzung der Synodalkonferenz anerkennen lassen.
26.02.2026, 16 Uhr
Regina Einig
Vieles spricht dafür, dass sich auch in Deutschland ein stiller Aufbruch ankündigt. Für christliche Gemeinschaften kommt es darauf an, die Steilvorlage zu verwandeln.
26.02.2026, 15 Uhr
Franziska Harter
Zum ersten Mal in der Geschichte sind die Gebeine des Heiligen von Assisi in seiner Heimatstadt ausgestellt. Seit Samstag kann man sie einen Monat lang verehren.
26.02.2026, 17 Uhr
Guido Horst
Woelki, Voderholzer, Oster: Nach der Wahl des Hildesheimer Bischofs zum neuen DBK-Vorsitzenden ist die Stimmung auch unter der konservativen Bischofsminderheit positiv.
26.02.2026, 14 Uhr
Meldung
Am 28. Februar ist in Herne ein Harry-Potter-Gottesdienst geplant. Warum die Kirche Fernstehenden damit keinen christlichen Dienst erweist.
26.02.2026, 09 Uhr
Guido Rodheudt