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„Sie kannte keine Kompromisse“

Eine Missionarin der Nächstenliebe aus Essen beschreibt im Interview, wie Mutter Teresa ihre geistlichen Söhne und Töchter durch ihre Authentizität überzeugt hat.
Nonnen der Missionarinnen der Nächstenliebe
Foto: Avishek Das (SOPA Images via ZUMA Press Wire) | Nonnen der Missionarinnen der Nächstenliebe, gedenken Mutter Teresa an ihrem Grab anlässlich ihres 112. Geburtstags.

Die heilige Mutter Teresa hat ihre Ordensfamilie durch ihre tiefe Liebe zu Christus geprägt. Eine Missionarin der Nächstenliebe aus Essen, die Mutter Teresa mehrfach begegnet ist, beschreibt im Interview, wie die „Mutter der Armen“ ihre geistlichen Söhne und Töchter durch ihre Authentizität überzeugt hat: „Was sie gesagt hat, hat sie auch gelebt. Das Wesentliche, das sie uns beigebracht hat, war, in der Präsenz Gottes zu leben.“ Der Satz Mutter Teresas, „kleine Dinge mit großer Liebe tun“ habe den Tagesablauf im Noviziat bestimmt. Sie habe die Novizinnen auf die kleinen Dinge aufmerksam gemacht und ihnen gezeigt, Christus im Ärmsten der Armen zu erkennen.

Maria als großes Vorbild

Für Mutter Teresa selbst sei Maria das große Vorbild gewesen. Im Hinblick auf die Debatte um die Zulassung von Frauen zum Priesteramt erinnerte die Missionarin der Nächstenliebe daran, dass Mutter Teresa einmal zu bedenken gegeben hatte, dass niemand eine bessere Priesterin hätte werden können als Maria. Doch Maria habe gesagt: „Ich bin die Magd des Herrn“.

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Wörtlich erklärt die Missionarin der Nächstenliebe: „Wir dürfen diese Aussage nicht als zeitgebunden abtun – so, als habe man es damals eben nicht besser gewusst. Christus kann nicht zum Menschensohn ,verkleinert' werden; er war auch Gottessohn und spricht in unsere Zeit. Wir dürfen nicht wegwischen, was uns nicht gefällt, sondern müssen uns selbst finden im Willen Gottes, der uns die wahre Freude und Zufriedenheit schenkt. Nach rechts und links zu schauen, mit der Frage: ,Habe ich die gleichen Rechte?', lässt eine Unzufriedenheit vermuten. Wichtiger ist die Frage: Haben wir die einmalige und wunderbare Berufung erkannt, die Gott uns als Frau und Mutter gegeben hat? Christus sagt: ,Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst, nehme das Kreuz auf sich und folge mir nach.' Mehr braucht es nicht zur Heiligkeit. Da würde Mutter Teresa auch heute keine Kompromisse machen.“  DT/reg

Lesen Sie das ausführliche Interview mit der Missionarin der Nächstenliebe in der kommeden Ausgabe der "Tagespost".

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