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Vatikan stellt Dokument zur Amazonas-Synode vor

Das Vorbereitungsdokument der für 2019 geplanten Amazonas-Synode im Vatikan wird am kommenden Freitag vorgestellt.
Abholzung im Regenwald
Foto: Werner Rudhart (dpa) | Ein Holzfäller arbeitet mit einer Kettensäge im Regenwald des Amazonas an einem Urwaldriesen. Foto: Werner Rudhart/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Soweit bekannt, soll es bei dem Bischofstreffen um neue Wege in der Seelsorge sowie um Umweltfragen gehen. Erwartet wird auch, dass mögliche Ausnahmen für die Zulassung zum Priesteramt zur Sprache kommen, um dem Mangel an Seelsorgern in der riesigen und schwer zugänglichen Region zu begegnen.

Das Vorbereitungspapier war bereits Mitte April auf einem Treffen in Rom verabschiedet worden. Es sollte anschließend zusammen mit einem Fragebogen an Bischofskonferenzen und Organisationen verschickt werden. Die für Oktober 2019 geplante Bischofssynode trägt den Titel "Amazonien - neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie".

Im Zusammenhang mit der Amazonas-Synode wird spekuliert, ob die katholische Kirche den Pflichtzölibat für Priester teilweise lockert. In dem dünn besiedelten Gebiet mit weit verstreuten Gemeinden und wenigen Priestern könnten lebenserfahrene verheiratete Männer (viri probati) zu Priestern geweiht werden. Einen entsprechenden Vorschlag machte etwa der langjährige Amazonasbischof Erwin Kräutler. Zuletzt rief der nordbrasilianische Bischof Jose Ionilton Lisboa de Oliveira, Leiter der Territorialprälatur Itacoatiara, zur Suche nach "Alternativen" angesichts des Priestermangels auf.

Das Gebiet Amazonien entspricht etwa dem Einzugsgebiet des Amazonas-Flusses in den Staaten Brasilien, Peru, Venezuela, Bolivien und Kolumbien. Es bedeckt fast die gesamte nördliche Hälfte des Kontinents Südamerika und gilt als eines der wichtigsten Ökosysteme der Welt.

KNA / DT (jbj)

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