Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Kurz vor dem Konklave

Trump verbreitet Foto von sich als Papst

Kurz vor der Papstwahl sorgt der US-Präsident mit einem KI-Bild für Aufsehen. Nutzer von Sozialen Netzwerken rümpfen ihre Nasen. 
Präsident Donald Trump
Foto: IMAGO/Yuri Gripas - Pool via CNP (www.imago-images.de)

Scherz, Provokation odeer Größenwahn? Im Netzwerk „Truth Social“  und auf der Plattform X kursiert ein KI-generiertes Foto, das den US-Präsident Donald Trump in päpstlicher Soutane, einer goldenen Kette mit einem Kreuz um den Hals und einer opulent verzierten Mitra als Kopfbedeckung zeigt.

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Auf dem Bild posiert er auf einer Art Thron-Sessel in Gold und Rot, den rechten Zeigefinger in die Höhe gestreckt, während er am Betrachter vorbeischaut. Trump selbst soll es einem Bericht der Deutschen Presseagentur (dpa) vom Samstag selbst über das offizielle Konto des Weißen Hauses verbreitet haben.

Nutzer kritisieren Trump

Noch vor wenigen Tagen hatte der US-Präsident gescherzt, er würde gerne Papst werden. „Das wäre meine erste Wahl“, hatte er Journalisten geantwortet, die ihn nach seinem Papst-Favoriten befragt haben. Dann aber schob er ernster hinterher, keine Präferenz zu haben. 

Unter dem Post mehrt sich mittlerweile Kritik: Es ist von mangelndem Respekt dem verstorbenen Papst Franziskus gegenüber sowie von Gotteslästerung die Rede. Ein User fragt ungläubig, ob das „das wirklich der offizielle Account des Weißen Hauses“ sei. Andere finden das „als mehr als verrückt", „peinlich" oder „krank". Einer kommentiert: „Was ihm gefällt, ist die Macht, die der gesamte Look ausstrahlt." Wenige lachen über Trumps Humor.

Es ist nicht das erste mal, dass Trump vor Provokation nicht zurückschreckt: Im Februar hatte er über die sozialen Medien ein KI-Video verbreitet, das seine Zukunftsvision für den Gazastreifen zeigt - mit schillernden Wolkenkratzern, Jachten, ausgelassenen Strandszenen — und einer goldenen Trump-Statue.

Donald Trump als Papst
Foto: X

Nach dem Tod von Papst Franziskus am Ostermontag steht die katholische Kirche kurz vor dem nächsten Konklave: Am kommenden Mittwoch werden sich 133 von 135 wahlberechtigten Kardinälen in der Sixtinischen Kapelle einschließen, um abgeschirmt von der Welt zu beten und den neuen Papst zu wählen.  DT/dsc

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