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Reformkatholiken suchen neuen Weg zur Frauenweihe

Seit Jahrzehnten kämpft „Wir sind Kirche“ für die Zulassung von Frauen zum Weihesakrament. Bislang war der Kampf vergebens. Nun haben die Reformkatholiken einen neuen Plan.
"Wir sind Kirche" will Priesterweihe für Frauen
Foto: Cristian Gennari (KNA) | Seit ihrer Gründung Mitte der 1990er Jahre arbeitet die Gruppe „Wir sind Kirche“ unermüdlich auf die Frauenweihe hin.

Seit ihrer Gründung Mitte der 1990er Jahre arbeitet die Gruppe „Wir sind Kirche“ unermüdlich auf die Frauenweihe hin. Neben anderen Zielen gehört die Zulassung von Frauen zur Priesterweihe zum Kernanliegen der Reformkatholiken. Davon lassen sie sich auch nicht durch die theologische Unmöglichkeit abhalten, wie sie Papst Johannes Paul II. endgültig erklärt hat.

In innerkirchlicher Debatte keine Fortschritte vorzuweisen

In der innerkirchlichen Debatte hat die Gruppierung bislang keine nennenswerten Fortschritte auf dem Weg zu ihrem Ziel vorzuweisen. Nur ein Bruchteil der eineinhalb Millionen Unterzeichner des „KirchenVolksBegehrens“ von 1995 sind noch heute engagierte Mitstreiter bei „Wir sind Kirche“.

Nun haben sich die Reformer einen neuen Plan ausgedacht

Nun aber haben sich die Reformer einen neuen Plan ausgedacht, die Kirche zur Frauenweihe zu bringen. Dieser hat nichts mit Dogmatik oder Kirchenrecht zu tun, sondern ist ganz und gar politisch: Durch eine Grundgesetzänderung will „Wir sind Kirche“ Frauen zum Sakrament der Weihe verhelfen.

DT

Wie der Plan genau aussieht und was Kirche und Fachleute dazu sagen, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Tagespost" vom 15. November 2018.

Themen & Autoren
Johannes Paul II. Kirchenrecht Priesterweihe Weihesakrament

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