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Kiewer Großerzbischof: In Mariupol findet Völkermord statt

Die Menschen in der belagerten ukrainischen Stadt würden nicht nur durch Waffengewalt sterben, „sondern auch durch den Hass des Feindes“, so Großerzbischof Schewtschuk.
Schewtschuk beklagte auch, dass ukrainische Staatsbürger zwangsweise nach Russland abgeschoben würden
Foto: Hennadii Minchenko (www.imago-images.de) | Schewtschuk beklagte auch, dass ukrainische Staatsbürger zwangsweise nach Russland abgeschoben würden.

Nach Ansicht des griechisch-katholischen Kiewer Großerzbischofs Swjatoslaw Schewtschuk handelt es sich bei den anhaltenden russischen Angriffen auf die ostukrainische Hafenstadt Mariupol um einen Völkermord. Man leide mit der Stadt, „wo ein echter Völkermord stattfindet“, erklärte das Oberhaupt der mit Rom verbundenen griechisch-katholischen Kirche der Ukraine am Montag in seiner täglichen Videobotschaft.

Echte Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Die Menschen in der Stadt, die seit Wochen von russischen Truppen belagert und beschossen wird, würden nicht nur durch Waffengewalt sterben, „sondern auch durch den Hass des Feindes“. Hunderte Menschen würden in und um die Stadt verhungern. 

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Schewtschuk sprach von „vorübergehend besetzten Gebieten“, in denen „echte Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ begangen würden. Täglich erreichten ihn Nachrichten über humanitäre Katastrophen, Morde, Plünderungen und Vergewaltigungen. Gleichzeitig hob der Kiewer Großerzbischof lobend hervor, dass „auch dort, im Süden der Ukraine, friedliche Menschen gegen die Besatzungsmacht protestieren“. Die Menschen würden zeigen, „dass Cherson und andere besetzte Städte Teil der Ukraine sind. Sie wollen in einem unabhängigen und freien ukrainischen Staat leben“.

Zudem beklagte Schewtschuk, dass ukrainische Staatsbürger zwangsweise nach Russland abgeschoben würden. „Keiner von uns weiß, welches Schicksal sie dort erwartet.“ Der Kiewer Großerzbischof dankte Helfern wie Feuerwehrleuten oder Mitarbeiter von Rettungsdiensten, die in der Ukraine auf verschiedenen Ebenen Einsatz zeigten, für ihre „engagierte Arbeit“. Die Weltgemeinschaft könne sich ein Beispiel nehmen an jenen Rettern, „die Frieden schaffen und Menschenleben in der modernen Ukraine retten“.  DT/mlu

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