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Initiativen fordern Reformschritte von Kardinal Marx

Selbsternannte Reformkatholiken bedauern ein Jahr nach der Ablehnung des Rücktrittsgesuchs von Kardinal Reinhard Marx mangelnde Reformen in der Diözese München.
Selbsternannte Kirchenreformgruppen fordern mehr konkrete Reformschritte von Reinhard Marx.
Foto: Armin Weigel (dpa) | Selbsternannte Kirchenreformgruppen fordern mehr konkrete Reformschritte von Reinhard Marx.

Die kirchenkritische Reforminitiative „Netzwerk für eine zukunftsfähige katholische Kirche“ hat anlässlich der Ablehnung des Rücktrittsgesuchs vom Münchner Kardinal Reinhard Marx durch Papst Franziskus mehr konkrete Reformschritte gefordert. An dem Netzwerk sind nach eigenen Angaben unter anderem Gruppen wie „Maria 2.0“, „Wir sind Kirche“, der BDKJ und Betroffeneninitiativen beteiligt.

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Reformen gefordert

In einer Pressemitteilung erklärte die Münchner Initiative, dass „allen pastoral Tätigen die dauerhafte Zulassung zur Taufe und Eheassistenz und zu Beerdigung erteilt werden [sollte].“ Außerdem erwarte man die explizite Erlaubnis zur Predigt in Eucharistiefeiern durch Laien. Diese werde von der Bistumsleitung bisher nur stillschweigend geduldet und unterliege daher der Entscheidung des jeweiligen Ortspfarrers.

Die Initiative ermutigte Marx, die Ablehnung seines Rücktrittsgesuchs vor einem Jahr als Unterstützung des Papstes für Reformen in Deutschland zu verstehen: „Es ist ein Zeichen des Papstes, dass es – dringlicher denn eines personellen Wechsels – vor allem eines mentalen, pastoral-theologischen und spirituellen Wechsels bedarf“, erklärt das Netzwerk. Gleichzeitig müssten auch „die seit langem auf der Agenda stehenden konkreten Reformen“ umgesetzt werden.

Mangelnder Wille 

Die Initiative hob die Rolle des Kardinals beim Anstoß des Synodalen Weges als Reaktion auf die deutsche Missbrauchsstudie hervor, beklagte aber eine mangelnde Umsetzung von Marx‘ Reformwillen in seiner eigenen Diözese. Seit der Veröffentlichung des Münchner Missbrauchsbericht habe, so die Initiative, sich nicht viel im Bistum verändert.

Das Netzwerk lobte in der Mitteilung die Bereitschaft des Münchner Kardinals zum Rücktritt. Damit habe er konkret Mitverantwortung für die Katastrophe des Missbrauchs durch kirchliche Mitarbeiter in den letzten Jahren übernommen. An diesem Schritt müssen sich, so die Initiative, auch die übrigen deutschen Bischöfe und Kirchenverantwortliche messen lassen. DT/sdu

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