London

Church of England: Nein zu „gleichgeschlechtlicher Ehe“ bleibt

Geplant seien aber spezielle Gebete, Gottesdienste und Segenszeremonien für LGBTQ-Personen und eine Neufassung pastoraler Leitlinien zum Thema Sexualität.
Erzbischof von Canterbury Justin Welby
Foto: IMAGO/RICHARD WAINWRIGHT (www.imago-images.de) | Justin Welby, Primas der Anglikaner, drückte am Mittwoch sein Verständnis dafür auf, dass die Texte „einigen zu weit und anderen nicht weit genug gehen“. Er hoffe aber trotzdem auf eine positive Resonanz.

Die "Church of England" hat in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung ihre Opposition gegen eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare bestärkt. Die anglikanischen Bischöfe hatten sich nach einem mehrjährigen Beratungsprozess darauf geeinigt, an ihrer Lehre der Ehe zwischen Mann und Frau festzuhalten. Dieses Ergebnis wolle man der im Februar in London tagenden Generalsynode anempfehlen.

Ein öffentliches Entschuldigungs-Schreiben

Die heilige Ehe sei ein Bund zwischen Mann und Frau, hieß es. Es würde aber ein „umfassendes seelsorgerisches Angebot“ geplant, um LGBTQ-Personen (also Lesben, Schwule, Bi-, Trans-, Intersexuelle und Queere) in der Glaubensgemeinschaft willkommen zu heißen. So könnten freiwillig spezielle Gebete, Gottesdienste und Segenszeremonien zusätzlich eingeführt werden.

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Die Bischöfe wollen sich, so die Erklärung, in einem weiteren öffentlichen Schreiben für die „Ablehnung, Ausgrenzung und Feindseligkeit“ gegenüber diesen Personen entschuldigen. Weiterhin soll es auch eine Neufassung pastoraler Leitlinien zum Thema Sexualität geben. Ein ausführlicher Bericht über die Bestrebungen der Bischöfe soll bis zum Beginn der Generalsynode veröffentlicht werden.

„Einigen zu weit und anderen nicht weit genug“

Dieses Organ der Church of England soll vom 6. bis 9. Februar tagen und über Vorschläge von Änderungen des kirchlichen Rechts abstimmen. Justin Welby, Primas der Anglikaner, drückte am Mittwoch sein Verständnis dafür auf, dass diese Texte „einigen zu weit und anderen nicht weit genug gehen“. Er hoffe aber trotzdem auf eine positive Resonanz. DT/jmo

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