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Synodaler Weg: Erste Texte final abgestimmt 

Zwei Texte wurden heute in zweiter Lesung verabschiedet. Die Teilnehmer des synodalen Weges absolvierten einen Abstimmungsmarathon. 
Beratungen der 3. Synodalversammlung
Foto: SYNODALER WEG / MAXIMILIAN VON LACHNER | Beratungen der 3. Synodalversammlung. Über zwei Texte wurde am Abend abgestimmt.

Die dritte Versammlung des synodalen Weges ist am Donnerstagabend nach der aktuellen Stunde mit finalen Abstimmungen über zwei Texte fortgesetzt worden. Zur Abstimmung stand zuerst in zweiter Lesung der Orientierungstext des Präsidiums. Der Orientierungstext war umstritten, da er vom Vorstand ohne Befragung der Foren oder der Vollversammlung gemeinsam mit einer Präambel vorgelegt wurde. Der Orientierungstext beschreibt Orte theologischer Erkenntnisse für den Synodalen Weg. Umstritten ist dabei nicht zuletzt die Anerkennung der „Zeichen der Zeit“ als theologischem Erkenntnisort. 

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Kompliziertes Verfahren

Das Abstimmungsverfahren ist kompliziert. Um angenommen zu werden, benötigen Texte zunächst eine Zweidrittelmehrheit der Synodalen und dann zusätzlich noch eine Zweidrittelmehrheit der Bischöfe. Im Zweifel bedarf es noch einer Zweidrittelmehrheit aller nichtmännlichen Teilnehmer der Veranstaltung. Erst dann sind die Texte angenommen. 

Zuvor erfolgte bei jedem Text ein Abstimmungsmarathon über die Änderungsanträge. Eine Abstimmung über die Frage, ob auf die vom Vorstand vorgestellte Weise abgestimmt werden soll, wurde mit 90 Prozent der abgegebenen Stimmen angenommen. Die Abstimmung über den Orientierungstext ergab folgendes Ergebnis:

Der Text wurde bei 207 Stimmen mit 178 Ja- gegen 28 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen angenommen. Bestätigt wurde die Annahme bei 59 Stimmen von Bischöfen mit 41 Ja- und 16 Nein-Stimmen bei 2 Enthaltungen. Damit erzielte der Text auch die Zweidrittelmehrheit der Bischöfe und war von der Versammlung angenommen. 

Macht und Gewaltenteilung

Ferner wurde in zweiter Lesung über einen Text aus dem Synodalforum I „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“ abgestimmt. Der Grundtext des Synodalforums I. wurde von den Vorsitzenden des Forums vorgestellt, von der Antragskommission die redaktionelle Arbeit erläutert. Der Grundtext des Synodalforums I fordert unter anderem eine weitgehende Demokratisierung der Kirche sowie grundsätzlich auch den Zugang zu den Weihesakramenten für alle getauften Männer und Frauen, was auch als Machtfrage dargestellt wird.

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Vor Abstimmung fand erneut eine Aussprache statt. Auf Antrag wurden auch die Stimmen der „nichtmännlichen“ Teilnehmer ermittelt. Für die Annahme war auch hier eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Der Text wurde bei 207 abgegebenen Stimmen mit 178 Ja- bei 24 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen angenommen. Die Bischöfe stimmte wie folgt ab: abgegebene Stimmen: 57, davon Ja: 40, Nein: 14, Enthaltungen: 3. Die 67 nichtmännlichen Stimmen verteilten sich auf Ja: 60, Nein: 5, Enthaltungen: 2. Damit waren alle Bedingungen für die Annahme des Grundtextes erfüllt. 

Umsetzung

Im Gegensatz zum ursprünglichen Plan sind diese Texte nicht verbindlich. Jeder Bischof muss in seiner Diözese die Texte umsetzen, damit sie Gültigkeit erlangen. Mit einem erheblichen Verzug wird die Veranstaltung morgen fortgesetzt. Die Tagespost berichtet fortlaufend über die Veranstaltung. Laufende Informationen zum synodalen Weg erhalten Sie hier, sowie weitere Hintergrundinformationen in den Synodalbeilagen zur Tagespost. DT/pwi

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