Netzgemeinde „DA_ZWISCHEN“ wächst über Bistumsgrenze hinaus

Neue Kooperation des Bistums Speyer mit den (Erz-)Bistümern Würzburg und Freiburg bietet spirituelle Impulse im Alltag via Messenger.

Mobile Phone
Eine junge Frau hält ein iPhone-Handy der siebten Generation in der Hand. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Fernando Gutierrez-Juarez (dpa-Zentralbild)

Die im Bistum Speyer vor zwei Jahren gegründete Netzgemeinde „DA_ZWISCHEN“ wächst über die Grenzen des eigenen Bistums hinaus. Auch in den (Erz-)Bistümern Freiburg und Würzburg wird jetzt auf Facebook, Instagram, Twitter und WhatsApp ein "Hinweisschild" für Glauben und Spiritualität aufgestellt.
 
Herzstück der Gemeinde ist die Begleitung der Alltagswoche durch einen ersten WhatsApp-Impuls am Montagmorgen und einen Abschlussimpuls am Freitagabend. Die Impulse bestehen manchmal einfach nur aus kurzen, kleinen Fragen, wie Felix Goldinger erläutert. Der Initiator der Netzgemeinde und Referent für Katechese und missionarische Pastoral im Bistum Speyer ist überzeugt, dass Gott auch via WhatsApp, Twitter oder Facebook zu finden ist. „Der Grundgedanke ist ganz einfach: Überall da, wo Menschen leben und sich begegnen, ist auch Gott erfahrbar. So sehen wir das als Christen und möchten Glauben deshalb auch im Internet erlebbar machen. Unsere Netzgemeinde passt in jede Hosentasche!", erklärt Goldinger das Anliegen. "Zwischen den vielen anderen Posts, Fotos und Nachrichten im Internet ist auch Gott zu finden: Ein stiller und zuverlässiger Begleiter im Alltag, eben da_zwischen. Daher auch der Name der Netzgemeinde."
 
Wer sich für das Angebot registriert hat, kann still genießen oder aber seine Gedanken, Anfragen und Antworten während der Woche zurückmelden Voraussetzung ist ein Smartphone mit der entsprechenden App und die Registrierung auf der Aktions-Homepage. Die Hürden für die Nutzung sind recht klein, denn die Homepage bietet eine konkrete Anleitung zur Registrierung. Wer nicht über ein Smartphone verfügt, kann der Netzgemeinde auf Facebook und Co. folgen und hier die Kommentarfunktion nutzen.
 
Goldinger und sein Team haben schon seit März 2016 erste Erfahrungen mit einem WhatsApp-Angebot gemacht. Nun sind an DA_ZWISCHEN drei (Erz-)diözesen beteiligt. „Ich freue mich, dass die Netzgemeinde weiter wächst“, so Goldinger. DA_ZWISCHEN richtet sich an Experimentierfreudige und Glaubens-Interessierte. Es geht nicht darum, eine virtuelle Parallelwelt zur Sonntagsgemeinde aufzumachen. DA_ZWISCHEN will Menschen erreichen, die sich nicht oder nicht mehr als Teil von Kirche fühlten. „Ich verstehe es als unseren Auftrag, zu sagen: Da, wo du bist, bist du genau richtig. Du kannst nicht falsch oder zu wenig glauben. Du bist willkommen!“ Dazu trägt eine Präsenz in den sozialen Netzwerken bei. Die Beschäftigung mit Sinn- und Glaubensfragen wird damit zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit möglich, ob frühmorgens bei der Bahnfahrt zur Arbeit, am Vormittag zwischen zwei Unterrichtsstunden oder als letzte Tagesaktivität spät am Abend. Das Angebot wird von einem Team erfahrener haupt- und ehrenamtlicher Seelsorgerinnen und Seelsorger begleitet

(Erz)bistümer Speyer, Freiburg, Würzburg / DT (jbj)