Erfurt

Theologe: Tattoos haben doch eine Botschaft

Tätowierungs-Motive können in der eigenen Glaubensüberzeugung begründet sein, meint der Erfurter Theologe Alexander Hein.

Papst-Franziskus-Tattoo
Der 36-jährige Hein, der seit 2013 selbst tätowiert ist, erläutert in der „Tagespost“, dass seine Tätowierungs-Motive begründet seien in der eigenen Glaubensüberzeugung. Im Bild: ein Mann zeigt ein Tattoo mit dem Gesicht von Papst Franziskus. Foto: Evandro Inetti (ZUMA Wire)

Der Erfurter Theologe und CDU-Pressereferent Alexander Hein antwortet in der Ausgabe der „Tagespost“ vom 21. November auf die Tattoo-Kritik des Medienwissenschaftlers Norbert Bolz. Bolz hatte in der katholischen Wochenzeitung geschrieben, Tattoos seien „der aufdringlichste Ausdruck des heute grassierenden Körperkults“ und „ein Statement ohne Botschaft“.

Spruch des Augustinus auf die Brust tätowiert

Der 36-jährige Hein, der seit 2013 selbst tätowiert ist, erläutert in der „Tagespost“, dass seine Tätowierungs-Motive begründet seien in der eigenen Glaubensüberzeugung. „Ich nutze den Trend, um mein Anliegen kundzutun. Der Trend wird damit zum Kommunikationsträger oder zum Medium dessen, was ich zu vermitteln wünsche.“

So habe er sich ganz bewusst auf der Brust über dem Herzen den bekannten Spruch des Augustinus tätowieren lassen: „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir.“ Dank dieses „subtilen missionarischen Gehalts“, so Hein, habe es „schon einige gute Gespräche“ gegeben, „die anderenfalls vermutlich nicht unmittelbar zustande gekommen wären.“

Mensch und Botschaft müssen in Zusammenhang stehen

Wichtig sei aber auch: „Sicherlich stehe ich als konkreter Mensch, der seinen Glauben lebt, immer im Zusammenhang dessen, was ich mit den spezifischen Aussagen meiner Körperbemalung kommunizieren möchte. Erst so kommt die Botschaft zum Tragen.“

DT/mee

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