Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Kaukasus

Russland greift nach Georgien

Warum die georgische Demokratie auf der Kippe steht, und was der Westen tun kann, um die Demokraten im Kaukasus zu unterstützen.
Proteste in Georgien: Hunderttausende  gehen auf die Straßen
Foto: IMAGO/Mikhail Voskresenskiy (www.imago-images.de) | Während Hunderttausende auf die Straßen gehen, um für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit zu demonstrieren, betreibt die Regierung offenbar die Annäherung an Wladimir Putins Russland.

Georgien kommt nicht zur Ruhe. Während Hunderttausende auf die Straßen gehen, um für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit zu demonstrieren, betreibt die Regierung offenbar die Annäherung an Wladimir Putins Russland. Die Künstlerin und Kaiser-Enkelin Gabriela von Habsburg war einst georgische Botschafterin in Deutschland und lehrt in der georgischen Hauptstadt Tbilisi (Tiflis). In der „Tagespost“ dieser Woche gibt sie Einblicke in ein zerrissenes Land zwischen Russland und Europa.

Wie Moskau die georgische Demokratie beschädigt

„Um zu verstehen, was in Georgien gerade vor sich geht, muss man in die jüngere Geschichte des Landes schauen“, ist Gabriela von Habsburg überzeugt. Sie schildert, was sie selbst im südlichen Kaukasus erlebte: Die Rosenrevolution von 2003, den Wandel eines korrupten Landes zu einer aufstrebenden Demokratie unter Präsident Mikhael Saakashvili, die europäische Ausrichtung mit dem Ziel der EU-Integration. Aber auch die brutalen Rückschläge, wie den Überfall Russlands auf Georgien im Sommer 2008, Wahlmanipulation und -betrug im großen Stil sowie die Etablierung eines Putin-freundlichen oligarchischen und korrupten Systems. 

Lesen Sie auch:

Gabriela von Habsburg erläutert, warum sich die Lage vor den Parlamentswahlen 2024 zuspitzte, wie ausländische Hilfswerke und NGOs unter Druck gesetzt werden, wie Moskau die georgische Demokratie beschädigt und warum die Menschen jetzt auf die Straße gehen. Sie erklärt aber auch, was der Westen heute noch tun kann, um die Freiheitskämpfer und Demokraten Georgiens zu unterstützen und die wachsende Einflussnahme Russlands zu begrenzen.  DT/sba

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Lesen Sie ausführliche Hintergründe zur Lage in Georgien in der kommenden Ausgabe der "Tagespost".

Themen & Autoren
Vorabmeldung Demokratie Haus Habsburg Wladimir Wladimirowitsch Putin

Weitere Artikel

Karl von Habsburg kritisiert die westliche Naivität gegenüber Putin und entwirft in der Tradition seines Vaters Otto eine Vision für ein starkes Europa.
11.01.2025, 14 Uhr
Meldung
Von Thukydides lernen: Der Streit um Moral in der Außenpolitik und die Herrschaft der Mächtigen ist ein geistesgeschichtlicher Klassiker. Aber kennt Trump den Melierdialog?
04.02.2026, 16 Uhr
Maximilian Welticke
Vor rund einem halben Jahr hat der österreichische Nationalrat die Überwachung von Messenger-Diensten beschlossen. Linke und Rechte ziehen jetzt dagegen vor den Verfassungsgerichtshof.
03.02.2026, 11 Uhr
Alexander Eiber

Kirche

Von Benedikt, Augustinus und Teresa von Ávila lernen: Der Internationale Kongress der katholischen Hochschulen Spaniens ermutigt zur pädagogischen Umkehr.
28.02.2026, 19 Uhr
Regina Einig
Die Bischöfe widersetzten sich den Bestrebungen der AfD, die Kirche zu diskreditieren, so der DBK-Vorsitzende Wilmer. Bald will er in Rom die Satzung der Synodalkonferenz anerkennen lassen.
26.02.2026, 16 Uhr
Regina Einig
Zum ersten Mal in der Geschichte sind die Gebeine des Heiligen von Assisi in seiner Heimatstadt ausgestellt. Seit Samstag kann man sie einen Monat lang verehren.
26.02.2026, 17 Uhr
Guido Horst
Vieles spricht dafür, dass sich auch in Deutschland ein stiller Aufbruch ankündigt. Für christliche Gemeinschaften kommt es darauf an, die Steilvorlage zu verwandeln.
26.02.2026, 15 Uhr
Franziska Harter