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Perus Bischöfe kritisieren Korruption

Einen Monat vor dem Besuch von Papst Franziskus in Peru droht Staatspräsident Pedro Pablo Kuczynski die Absetzung wegen Bestechung.
Pedro Pablo Kuczynski
Foto: Prensa Presidencia (Agentur Andina)

Die katholischen Bischöfe in Peru haben sich im Schmiergeldskandal um Staatspräsident Pedro Pablo Kuczynski zu Wort gemeldet. Politische Korruption sei in einer Demokratie das schlimmste Übel, "weil sie Grundsätze der Moral wie auch Regeln der sozialen Gerechtigkeit verrät", heißt es in einer Mitteilung der Bischofskonferenz, aus der das vatikanische Nachrichtenportal "Vatican News" am Dienstag zitierte. Die Bischöfe erinnern demnach die peruanischen Autoritäten an deren Pflicht, die demokratischen Institutionen und die Verfassung zu schützen und jeden Machtmissbrauch zu unterbinden.

Weiter fordern sie einen politischen Dialog für eine Erneuerung, insbesondere im Parlament. Es dürfe kein "Dialog der Tauben" sein, sondern es gehe um ein Hinhören auf die Besorgnisse und das Bemühen um Wiederherstellung von Vertrauen in die Politik.

Einen Monat vor dem am 18. Januar beginnenden Besuch von Papst Franziskus in Peru droht Staatspräsident Kuczynski die Absetzung wegen Bestechung. Er soll in seiner Zeit als Wirtschaftsminister einen brasilianischen Baukonzern beraten und dafür Schmiergeld in Höhe von fünf Millionen US-Dollar (Tageskurs rund 4,24 Millionen Euro) erhalten haben, so die Anschuldigungen, die von Kuczynski bestritten werden.

Das von der Opposition dominierte Parlament genehmigte vergangene Woche mit großer Mehrheit ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten wegen "mangelnder moralischer Eignung". Am Donnerstag kann sich Kuczynski vor dem Plenum verteidigen, anschließend wird über seine Amtsenthebung abgestimmt.

KNA / jbj

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