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Laschet kritisiert Weihnachtskarte der Integrationsbeauftragten

Armin Laschet kritisiert das Fehlen des Wortes Weihnachten auf der Weihnachtskarte der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung.
Armin Laschet kritisiert Annette Widmann-Mauz für Weihnachtskarte
Foto: Michael Kappeler (dpa) | Laschet kritisiert Integrationsbeauftragte. Foto: Michael Kappeler/dpa.

Er halte es für "eine pure Selbstverständlichkeit", ein gesegnetes Weihnachtsfest zu wünschen und in diesen Tagen "nicht zu season's greetings oder was auch immer zu gratulieren", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Mittwoch vor Journalisten in Düsseldorf.

"Egal woran Sie glauben"

Die Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz(CDU) wünscht auf ihrer Grußkarte zu Weihnachten eine besinnliche Zeit und einen guten Start ins neue Jahr - "egal woran Sie glauben". Er wisse nicht, ob die CDU-Politikerin mit dem Verzicht auf das Wort "Weihnachten" einen Beitrag zur Integration andersgläubiger Bevölkerungsgruppen habe leisten wollen, sagte Laschet. "Ich halte es jedenfalls für falsch."

Weihnachtswünsche so selbstverständlich wie Gratulationen zum Ramadan

Genauso selbstverständlich, wie er als Ministerpräsident Weihnachtswünsche ausspreche, gratuliere er den Muslimen zum Ramadan und den jüdischen Organisationen zu ihrem Neujahrsfest, betonte der Regierungschef. Zum Fastenmonat Ramadan lade er Muslime in die Staatskanzlei ein und erkenne damit deren religiöse Gebräuche ausdrücklich an. "Ich sage denen dann auch nicht, egal was ihr glaubt, sondern ich weiß, ihr feiert jetzt Ramadan."

"Falsch verstandene Toleranz"

Der deutsch-israelische Psychologe und Autor Ahmad Mansour urteilte in der "Bild": "Selbstbewusst ist anders. Selbstverständlich muss man Christen beglückwünschen können, vor allem als Politikerin und als Integrationsbeauftragte." Die Migrationsexpertin Sevim Dagdelen (Linke) nannte es "bedauerlich, dass falsch verstandene Toleranz augenscheinlich dazu führt, dass Weihnachten, das Fest der Liebe, unsichtbar wird".

"Wahnsinn, was hier abgeht"

Dagegen nahm die nordrhein-westfälische Integrations-Staatsekretärin Serap Güler (CDU) ihre Kollegin Widmann-Mauz in Schutz. "Was muss das für ein fragiles Christentum sein, wo durch das Fehlen von 'Weihnachten' auf einer Postkarte der Untergang des Abendlandes heraufbeschworen wird", twitterte Güler. "Wahnsinn gerade, was hier abgeht."

KNA / DT (jobo)

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