Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Mali

Dschihadisten kesseln Timbuktu ein

Mehr als 136.000 Menschen sind in der historischen Stadt im afrikanischen Mali eingeschlossen. Darunter knapp 74.000 Kinder.
Leere Straße in Timbuktu
Foto: upyernoz /Wikimedia CC-BY-2.0 | Eine leere Straße in der historischen Stadt Timbuktu, wo derzeit über 136000 Menschen eingeschlossen.

Seit August werden in Malis historischer Stadt Timbuktu - UNESCO Weltkulturerbe - über 136.000 Menschen von al-Qaida-nahen Dschihadisten eingekesselt. Darunter sind knapp 74.000 Kinder, wie die Hilfsorganisation „Save the Children“ mitteilte.

Lesen Sie auch:

Demnach verhindern bewaffnete Gruppen, dass Nahrungsmittel und Medikamente in die Stadt gelangen. Schon seit Monaten hätten Kinder in Timbuktu keinen Zugang mehr zu medizinischer Versorgung, hieß es.

Belagerung seit August

Im Norden Malis versuchen mehrere islamistische Terrormilizen, die Kontrolle über die Region zu erlangen. Die Belagerung der Wüstenstadt begann im August. Seitdem gab es mehrere Angriffe auf Zivilisten. Im September wurden fast 50 Personen getötet, als sie mit einem Boot aus der Stadt fliehen wollten. Nach UN-Angaben sind 33 000 Menschen vor den dschihadistischen Angriffen auf die Stadt geflohen. Im vorkolonialen Mali war die nördliche Stadt jahrhundertelang ein wichtiger regionaler Handelsposten und ein Zentrum der islamischen Kultur. Timbuktu liegt am Oberlauf des Niger, hat aber inzwischen seine historische Bedeutung verloren. DT/chp

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Dschihadisten UNESCO Weltkulturerbe

Weitere Artikel

Das reiche italienische Ehepaar Corrado und Eufrosina verarmte von heute auf morgen. Darum wurde Eufroisna Klarissin und Corrado ein Einsiedler, durch den Gott Wunder wirkte.
19.02.2026, 05 Uhr
Claudia Kock
Nehmt euch vor den Menschen in Acht! Was die verfolgte Kirche dem saturierten Christentum in Deutschland zu sagen hat.
20.12.2025, 15 Uhr
Sina Hartert
Syriens Präsident Ahmed al-Sharaa wird der rote Teppich ausgerollt, nicht nur von US-Präsident Donald Trump. Dabei widmete er sein Leben der gewalttätigen Version des Islam.
12.11.2025, 21 Uhr
Stephan Baier

Kirche

Die Gleichnisse vom Schatz und der Perle zeigen: Wer Christus findet, hat den größten Schatz seines Lebens entdeckt.
25.07.2026, 21 Uhr
Georg Gänswein
Tech-Milliardär Peter Thiel ist fasziniert vom Antichristen und sieht in Papst Benedikt XVI. einen zögerlichen Verbündeten. Was dabei völlig fehlt, ist ein Blick in den Spiegel.
24.07.2026, 13 Uhr
Sebastian Ostritsch
Er wurde in der Kirche erschossen: Der Priester Dario Acosta Zurita war mit nur 22 Jahren einer der jüngsten Märtyrer des mexikanischen Bürgerkrieges.
25.07.2026, 05 Uhr
Claudia Kock
Thommy Schott ist mehr als ein Anwalt. Der fünffache Familienvater setzt sich mit seinem Verein Pro Fide Ecclesiae auch für seinen Glauben ein.
24.07.2026, 09 Uhr
Regina Einig