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Barzahlung nicht einschränken

Bargeld bleibt auch in Zukunft als Zahlungsmittel unverzichtbar. Deshalb fordern Christliche Gewerkschaften eine gesetzliche Akzeptanzpflicht.
Euro Geldscheine
Foto: Imago/photothek | Die Zahlung mit Bargeld ist in Deutschland in vielen Bereichen noch die Regel.

Bargeldzahlungen sind in Deutschland zumindest im Einzelhandel und in der Gastronomie noch die Regel. Digitale Bezahlsysteme wie Kreditkarten, PayPal oder Apple Pay gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung. Dies hat zur Folge, dass Bargeldzahlungen längst nicht mehr überall akzeptiert werden. Zwar besteht eine gesetzliche Annahmepflicht für Bargeld, die aber im Rahmen der Vertragsfreiheit eingeschränkt werden kann. Hierzu reicht bereits ein entsprechender Hinweis im Eingangsbereich der Geschäftsräume.

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Entsprechende Infos werden aber häufig übersehen, sodass insbesondere in Gastronomiebetrieben Gäste vielfach erst beim Bezahlwunsch feststellen müssen, dass ihr Bargeld nicht willkommen ist. Ärgerlich auch, wenn selbst bei Kleinstbeträgen Kartenzahlung verlangt wird.

Während in Städten die Menschen zumindest im Bereich des Handels und der Gastronomie in der Regel auf alternative Betriebe ausweichen können, wenn der gewählte Händler oder Gastronom kein Bargeld akzeptiert, sind in vielen ländlichen Gebieten diese Möglichkeiten nicht gegeben. Wenn in der letzten verbliebenen Dorfkneipe nur noch mit Karte bezahlt werden kann, muss der Dorfbewohner dies akzeptieren oder zuhause bleiben. Dies bedeutet eine Einschränkung gesellschaftlicher Teilhabe und sozialen Zusammenhalts. Insbesondere Kinder und Jugendliche, die in der Regel über kein Konto und keine Girocard verfügen, Menschen in prekären Lebenslagen sowie Ältere ohne Internet oder Smartphone haben vielfach keine Möglichkeit, unter Zahlungsmitteln wählen zu können. sondern sind auf Barzahlung angewiesen.

Der Christliche Gewerkschaftsbund Deutschlands (CGB) fordert daher eine gesetzliche Akzeptanzpflicht für Bargeldzahlungen im Rahmen einer festzulegenden Bargeldquote. Bargeld bleibt für die christlichen Gewerkschaften auch in Zukunft als Zahlungsmittel unverzichtbar. Es bietet Kostentransparenz, erfordert keine technischen Voraussetzungen oder Vertragsbindungen und hinterlässt bei Zahlung keine nachvollziehbaren personenbezogenen Daten.


Der Autor ist zuständig für die Pressearbeit des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands. Der CGB vertritt mehr als 270.000 Mitglieder. 

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