San Francisco

Rod Dreher: Homo-Chor will „Eure Kinder umdrehen“ – wie es in einem Lied heißt

Ein Chor aus San Francisco, dem ausschließlich Homosexuelle angehören und der sich der Vermittlung seiner LGBT-Botschaft verpflichtet fühlt, hat mit einem Lied Aufmerksamkeit in der amerikanischen Presse erregt.

Rod Dreher
Rod Dreher fordert seine Leser auf, sich das gesamte Stück anzusehen und anzuhören und selber zu urteilen. Foto: Ludek Perina (imago stock&people)

Rod Dreher weist in einem Beitrag für das Magazin The American Conservative hin auf eine vom „San Francisco Gay Men’s Chorus“ auf YouTube zunächst verbreitete Gesangsdarstellung mit dem Titel „We’ll Convert Your Children“ (auf Deutsch etwa: „Wir werden eure Kinder umdrehen“). Der Song war am 1. Juli online gestellt worden und sollte wohl eine Replik auf das zwei Wochen zuvor von Ungarn verabschiedete Kinder- und Jugendschutzgesetz sein, mit dem Minderjährige vor Propaganda für Homosexualität und Transgenderismus geschützt werden sollen.

Zügig gelöscht

Wenige Tage nach Veröffentlichung wurde das YouTube-Video am 7. Juli allerdings vom Netz genommen. Auf der Webseite von The American Conservative ist es jedoch verfügbar, da man es rechtzeitig abgespeichert hatte.

„Zu der Zeit, als der San Francisco Gay Men’s Chorus begriffen hatte, dass dieser einfach zu süße Gag, mit dem sie die Nase der Spießer in ihre queere Gehässigkeit stießen, eine schlechte Idee war, haben doch wohl hoffentlich tausend von Euch dieses Video schon kopiert“, kommentiert Rod Dreher den Rückzieher des Chores. Das Lied sei mit den Worten „Eine Botschaft von der schwulen Community“ angekündigt worden und richte sich an die heutigen Eltern von Kindern.

Genau hinhören

Der Text des Liedes beginnt mit den Worten: „Ihr denkt, dass wir Eure Kinder verderben/Genau – dieses Mal habt Ihr recht/Wir werden Eure Kinder umdrehen/Das geschieht Stück für Stück/Unauffällig und unversehens, und Ihr werdet es kaum bemerken“. Es fährt fort: „Und Ihr werdet angewidert sein/wenn sie beginnen, online Dinge zu finden/die Ihr aus ihrem Blickfeld verbannt habt“.

Rod Dreher fordert seine Leser auf, sich das gesamte Stück anzusehen und anzuhören: „Und nun sagt mir, dass der ungarische Ministerpräsident Victor Orbán unrecht hatte, als er das Gesetz verabschiedete, mit dem LGBT-Medien, die sich an Kinder richten, von diesen ferngehalten werden“. Der Chor liefere Orbán die Argumente für sein Gesetz: Das Lied „sollte überall in den ungarischen Medien laufen“.

Verräterische Satire

Eigentlich sollte das Lied, so Dreher weiter, „ein satirischer Song sein, der ihnen lauten Beifall in ihren eigenen Kreisen eintragen sollte, indem sie sich über Spießer lustig machten“. Möglicherweise, so vermutet Dreher, seien für die Rücknahme des Videos Personen aus der LGBT-Szene verantwortlich, die den Sängern gesagt hätten, dass sie wohl „völlig verrückt“ seien. Der Liedtext bestätige „die allerschlimmste Klischeevorstellung: die Schwulen haben es auf unsere Kinder abgesehen“, meint der Autor von der „Benedikt-Option“. Er könne nur sagen: „Großartig: Der San Francisco Gay Men’s Chorus hat das Heimliche laut ausgesprochen. Freilich sagen sie in dem Video, dass sie davon reden, die Kinder zum ‚Tolerant- und Fair-Sein‘ zu bekehren, doch das ist ganz und gar nicht das, wie es aufgenommen wird. Und deshalb, da bin ich mir sicher, haben die Narren es vom Netz genommen“.

Verachtung

Dreher prangert in seinem Kommentar die „Feindseligkeit“ an, die diese Gruppe homosexueller Männer auf Eltern mit Kindern richtet: „Die Verachtung, die diese Männer Eltern gegenüber zeigen, die nicht wie sie denken, steht im Zentrum. Der Spott, der besagt: Unabhängig von Euren religiösen Überzeugungen werden wir die Herzen und Seelen Eurer Kinder stehlen, und es gibt nichts, was Ihr Hinterwäldler dagegen tun könnt, um uns aufzuhalten“. DT/ks

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